Produktbild: In die Schweiz
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Emma Cline

1. In die Schweiz

In die Schweiz Roman Ein psychologisches Meisterwerk

Gesprochen von
78
19,79 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1766

Gesprochen von

Steffen Rössler

Spieldauer

9 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

22

Verlag

Hörbuch München von RBmedia Verlag

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

9783691283495

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

1766

Gesprochen von

Steffen Rössler

Spieldauer

9 Stunden und 43 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

22

Verlag

Hörbuch München von RBmedia Verlag

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

EAN

9783691283495

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  • Bewertung

    5/5

    17.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv, beklemmend und sprachlich beeindruckend

    Emma Cline nimmt uns mit in den zunehmend brüchigen Verstand von David Hastings, der an Demenz erkrankt ist und in die Schweiz reist, um dort selbstbestimmt zu sterben. Schon diese Ausgangslage macht klar, dass In die Schweiz keine leichte Lektüre ist und tatsächlich hat mich der Roman immer wieder ziemlich getroffen. Besonders beeindruckt hat mich, wie unmittelbar Clines Sprache Davids Wahrnehmung vermittelt. Gedanken brechen ab, Begriffe geraten durcheinander, Erinnerungen tauchen unvermittelt auf und Situationen werden von David anders verstanden, als sie tatsächlich stattfinden. Obwohl der Roman in der dritten Person erzählt wird, fühlt man sich seinem Kopf erstaunlich nah. Gerade diese Unsicherheit darüber, was real ist und was nur Davids Wahrnehmung entspricht, erzeugt eine enorme Intensität. Dabei geht es nicht nur um das Vergessen. Nach und nach setzt sich aus Erinnerungsfragmenten Davids früheres Leben zusammen: sein Erfolg und Wohlstand, seine Familie, aber auch alte Schuld und eine zerbrochene Freundschaft. Besonders seine Begegnungen mit seiner Tochter und einem früheren Freund fand ich bewegend. Die Hilflosigkeit und das Unbehagen, die im Umgang mit seiner Erkrankung entstehen, werden sehr glaubwürdig dargestellt. Trotz des schweren Themas gibt es überraschend viel feinen, teilweise skurrilen Humor. Gerade Davids verdrehte Wörter und seine eigenwilligen Interpretationen lockern die Geschichte auf, ohne seine Erkrankung ins Lächerliche zu ziehen. Kein schönes Buch im klassischen Sinne und definitiv keine Wohlfühllektüre, aber ein sprachlich außergewöhnlicher, eindringlicher und lange nachwirkender Roman. Für mich vor allem deshalb so stark, weil man Demenz nicht nur von außen beobachtet, sondern für einige Stunden erlebt, wie sich eine vertraute Welt langsam verschiebt.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bleibt?

    Im Mittelpunkt des Romans "In die Schweiz" von Emma Cline steht die Lebensgeschichte von David, der stark dement ist und sich für einen assistierten Suizid in der Schweiz entscheidet. Im Buch geht es um die gebliebenen Erinnerungen und damit auch um die Frage, was von eigenen Leben wirklich einmal bleibt. Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen und hat sich beim Lesen authentisch angefühlt. Darüber hinaus war ich total überrascht von einem männlichen Hauptprotagonisten - Mir ist bei der ersten Hälfte irgendwann aufgefallen, dass ich lange kein Buch mehr gelesen habe, in denen ein Mann im Vordergrund steht (Besonders weil ich fast ausschließlich Bücher von Frauen lese). Also war das hier echt mal wieder eine Abwechslung und ich finde, dass Emma Cline ganz tolle Figuren schreibt. Ich kann das Buch wirklich weiterempfehlen, weil ich auch noch nach dem Lesen lange daran zurückgedacht habe.

  • Bewertung

    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend, nachdenklich und spannend!

    So verschwommen das Bild auf dem Cover ist, so verschwommen sind teilweise die Gedanken Davids. Im neuen Roman "In die Schweiz" von Emma Cline wird die letzte Reise eines (finanziell doch recht privilegierten) an Demenz Erkrankten aus der Sicht des Betroffenen beschrieben. David reist mit seinem persönlichen Betreuer zum selbst bestimmten Suizid in die Schweiz, besucht auf dem Weg dorthin seine Familie und andere Wegbegleiter. Ruhig und intensiv kommt der Roman daher, sehr eindringlich werden dem Leser die Gedankensprünge dieses kranken Gehirns vor Augen geführt. Erinnerungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit wechseln ständig mit Episoden, Gedanken oder Situationen in der Gegenwart. Das Buch ist dadurch nicht ganz leicht zu lesen. Wenn man sich aber einmal darauf einlässt, so fesselt es einen kolossal und man will es kaum weglegen.

  • Bewertung

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die letzte Reise

    Ein neuer Roman von Emma Cline ist spätestens seit ihrem abgründigen Sommerroman "Die Einladung" ein Ereignis. Ihr neuer Roman folgt David, einem Mann mit beginnender Demenzerkrankung, der sich auf eine letzte Reise in die Schweiz begibt, um dort zu sterben. Wen das Thema nicht abschreckt, dem begegnet ein kluges, hypnotisches, zuweilen komisch-absurdes, öfter aber trauriges und im Großen und Ganzen erschütterndes Buch, wie man es selten gelesen hat. In einem fragmentarischen Stil, der das zunehmend löchrige Bewusstsein der Hauptfigur spiegelt, entfalten sich die letzten Tage, Begegnungen, Gedanken eines Menschen am Ende seines Lebens. Und man fragt sich: Was bleibt von einem übrig, wenn man aus der Welt verschwindet? Glücklicherweise diktiert der Roman dafür keine Antwort, verfällt nicht in sentimentalen Kitsch. Viel nüchterner zeigt er, dass man auch im Sterben der bleibt, der man vorher gewesen ist. Der Wunsch nach plötzlicher Vergebung, nach einem Rollenwechsel, er ist da, aber außer Reichweite. Trost findet sich womöglich nicht mehr in diesem Leben, sondern in dem, was danach kommt. Ein existenzieller, meisterhafter, großartiger Roman. Große Literatur.

  • frauke_liest

    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Davids demente Abschiedstournee

    Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Wir sitzen als Leser quasi in Protagonist Davids dementem Gehirn und folgen seinen Gedanken. Die springen munter durch seine Gegenwart und Vergangenheit, ohne sich allzu sehr um David zu scheren. Für die zukünftigen Geschehenisse hat er noch ein kleines Notizbuch. Ich fand es sehr berührend, einmal die demente Perspektive einzunehmen und musste oft an eine demente Verwandte denken. Worum geht’s genau? David möchte aufgrund seiner Demenz sein Leben durch einen assistierten Suizid in der Schweiz beenden. Seine Reise startet in seiner Heimat USA, er besucht unterwegs noch seine Tochter und seinen Enkel in England und seine Jugendliebe in der Schweiz bis schließlich seine finale Entscheidung ansteht. Ausgelöst durch diese Ereignisse präsentiert Davids Gehirn ihm auch noch einmal die einprägsamsten Ereignisse seines Lebens. Alles in allem eine großartige Geschichte, die ich nur empfehlen kann. PS: Obwohl ich die Übersetzung nicht schlecht fand, hätte ich das Buch im Nachhinein lieber auf Englisch gelesen. David hat einen sehr sprachlichen Humor (auf „Ausfahrt“-Schildern liest er „assfart“ oder er erinnert sich an englische Schreibübungssätze), die auch in der deutschen Ausgabe in Englisch übernommen wurden.

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