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Alleinruhelage

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

6 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

1

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Eva Menasse

Spieldauer

6 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

13.08.2026

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422500

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  • Bewertung

    5/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhiges Highlight

    Tatsächlich wusste ich zu Beginn der Lektüre dieses Buches nicht wirklich, was eine "Alleinruhelage" ist. Auch wenn man es natürlich ahnt, sich irgendwie denken kann. Es handelt sich um einen Begriff aus dem Österreichischen, wo die Autorin Eva Menasse herstammt. Im Laufe ihres Lebens hat es die Protagonistin genau wie die Autorin nach (West)berlin verschlagen, von wo aus sie mit ihrer Familie nach der Grenzöffnung in den sogenannten "neuen Bundesländern" eine alte DDR Gaststätte kauft und als Sommerhaus nutzt. Dieses befindet sich in der Titel gebenden "Alleinruhelage". Zwei Jahrzehnte später durch wiederum veränderte Lebensumstände bedingt soll das Haus nun verkauft werden. Anhand dieser Situation erfahren wir rückblickend in Form von vielen kleinen Anekdoten in einem für mich unglaublich faszinierenden ruhigen, ja lakonischen Schreibstil einiges über das Leben der Erzählerin. Gerade in den Anfangszeiten der sogenannten Nachwende spielt so manche Begebenheit, Eva Menasse zeichnet großartige Charaktere, bis ins kleinste Detail wundervoll ausgearbeitet. In einer Art Gespräch mit dem Haus als personifiziertem Kommunikationspartner nimmt sie uns als Leser mit in diese Geschichten. Sie spricht das Gebäude direkt an: "Haus, ich verkaufe dich!", heißt es gleich am Anfang. Wer ein ruhiges Sommerbuch lesen möchte und nicht unbedingt eine reißerischen Roman braucht, dem lege ich "Alleinruhelage" wärmstens ans Herz. Vielleicht beruht meine eigene Begeisterung auch auf der Tatsache, dass ich selbst als "Wessi" in den Osten gezogen bin und vieles, was hier geschildert wird, wiedererkannt habe. Auf jeden Fall gibt es von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Ich kann mir sehr gut vorstellen, das Buch noch ein weiteres Mal zu lesen. Deshalb bekommt es einen Platz in meinem "Für-immer-bleibe-Regal", was schon etwas heißen will.

  • Bewertung

    5/5

    20.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhige und angenehme Erzählung

    "Alleinruhelage" von Eva Menasse hat mich fast von der ersten Seite an gehabt, schon weil es so charmant geschrieben ist, als ob man mit der Autorin plaudernd am Gartenzaun steht. "Haus, ich verkaufe dich", egal ob als Versprechen oder als Drohung gemeint, das Haus bleibt die Konstante in dieser Erzählung. Das Haus steht im Osten Deutschlands, in einem Wald am See, am Rande einer Datschensiedlung. Mit den Einheimischen wird sie, die Erzählerin, zugezogen aus Österreich, nie so richtig warm. Dafür schwört sie auf ihre polnischen Helfer an Haus und Garten. Das Buch reiht Erlebnisse, Anekdoten aneinander, es erzählt kein ganzes Leben, aber schon immer mal wichtige Einblicke und Ansichten. Die politische Situation, gerade hier im Osten Deutschlands, kommt genauso zur Sprache wie ihre Probleme mit ihrer he, den Kindern im kleinen und im größeren Alter. Die Erzählung greift sich Spitzen heraus, einzelne Augenblicke aus einem erfüllen Leben, und doch gibt es tiefen Einblick und regt zu eigenen Gedanken an. Es ist ein ruhiges Buch, keine Höhen und Tiefen, wirklich eine ganz angenehme Unterhaltung mit einer Freundin am Gartenzaun, ich habe es sehr genossen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    18.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Erinnern, Verstehen und Loslassen

    Eine aus Wien stammende, seit Langem in Westberlin lebende Erzählerin erwirbt kurz nach der Wiedervereinigung mit ihrer Familie eine ehemalige Gaststätte in einer vorpommerschen Wald- und Seenlandschaft. Zwei Jahrzehnte lang dient das Haus als Wochenenddomizil, bis die gescheiterte Ehe und veränderte Lebensumstände schließlich zum Verkauf führen. Schon der erste Satz – „Haus, ich verkaufe dich“ – macht das Gebäude zum personifizierten Gegenüber der Erzählerin: Erinnerungsort, Lebensschauplatz und Zeuge persönlicher wie gesellschaftlicher Umbrüche. Der Roman verzichtet auf einen klassischen Spannungsbogen und entfaltet sich als anekdotisch komponierter Rückblick. Kindheitserinnerungen, Familienleben, Trennung, neue Beziehungen und der Abschied vom Haus fügen sich zu einer leisen Lebensbilanz. Das scheinbar idyllische Refugium erweist sich dabei keineswegs als „ortloses, überzeitliches Paradies“, sondern als Ort,  an dem die Vergangenheit fortbesteht. Im Zentrum steht die Begegnung mit dem Ostdeutschland der Nachwendezeit. Menasse beschreibt die Schwierigkeiten einer Zugezogenen, in einer eingesessenen Dorfgemeinschaft Fuß zu fassen. Vor allem die Interaktion mit den Bewohnern der benachbarten Datschenkolonie erweist sich als Herausforderung: „Sie hielten uns für reich und hochmütig, wir hielten sie für gemein und schadenfroh.“ Dabei gerät der Roman nie zur politischen Streitschrift. Vielmehr entwickelt Menasse aus der Distanz einer österreichischen Erzählerin einen oft überraschend hellsichtigen Blick auf das deutsch-deutsche Verhältnis. Auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen – von wachsender Fremdenfeindlichkeit bis zu den politischen Verschiebungen in Ostdeutschland – sind als leise Unterströmung stets präsent, ohne den Roman zu dominieren. Daneben gelingen Menasse eindrucksvolle Alltagsschilderungen und fein gezeichnete Charaktere. Mit trockenem Humor schildert sie die vom „Senioren-Beau“ und Ex-Parteikader Paul organisierten Arbeitseinsätze der unmotivierten Datschenbewohner, die Sommerfeste der westdeutschen Bildungs-Bohème, den illusionären Wunsch der Großstädter nach einem naturbelassenen Paradies und die vergeblichen Versuche, die Landschaft nach ihren Vorstellungen zu formen. Menasses Stil ist präzise, lakonisch und von feinem Wortwitz geprägt. Auffällig ist die konsequente Kursivsetzung jeder Redewendung oder sprachlichen Floskel, wodurch vertraute Sprachmuster ironisch gebrochen werden. Einen witzigen Kontrast dazu bildet der kernige Kommunikationsstil von Alla und Bolek, die polnisch-moldawischen Handwerker, die das Haus renovieren und als unprätentiöse Helfer den Abschied der Erzählerin begleiten. Alleinruhelage verzichtet bewusst auf dramatische Zuspitzungen und entfaltet seine Wirkung aus der genauen Beobachtung. Das Haus wird zum Erinnerungsarchiv, die Landschaft zum Resonanzraum deutscher Geschichte und die persönliche Lebensbilanz zur Reflexion über Heimat, Zugehörigkeit und Neuanfang. Eva Menasse gelingt damit ein stiller, kluger Roman, der lange nachhallt – das Haus wird zum Symbol eines Lebensabschnitts, der sich nur im Loslassen wirklich verstehen lässt.

  • Bewertung

    5/5

    15.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch zum "entspannten Nachdenken"

    Eva Menasses neuen Roman habe ich mit Freude und auch mit ein bisschen Wehmut gelesen. Hier wird die Geschichte einer gebürtigen Österreicherin in ihrem Ferienhaus in den "Neuen Bundesländern" erzählt. Interessant dabei ist, dass alles ausgespart wird, was in ihrem eigentlichen Zuhause in Berlin passiert und dass auch Vieles nicht auserzählt wird, weil es - obwohl es mich als Leserin sehr interessiert hätte - einfach für das Leben der Protagonistin im Rückblick nicht mehr relevant ist. Das Buch ist sprachlich gelungen, sehr schön zu lesen und besonders die Rückblicke in die österreichische Kindheit haben es mir angetan. Auch die schonungslose Darstellung der kleinlichen Datschenbewohner und der Konflikte oder eben der vermiedenen Konflikte fand ich ausnehmend interessant. Ähnlich wie in Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" nimmt hier das Haus eine zentrale Rolle ein und wird Zeuge von so manchem; anders als dort bleibt hier die Besitzerin aber immer dieselbe, bis sie sich schließlich freiwillig zum Verkauf entscheidet. Doch spielt die Frage nach Identität und Herkunft hier wie dort eine Rolle, wenn auch nicht in demselben Ausmaß. Mein Fazit: Ein Buch, das ich gerne gelesen habe, das nachklingt und das ich weiterempfehlen möchte.

  • Bewertung

    5/5

    14.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unbedingte Leseempfehlung!

    Eva Menasse formuliert so präzise und zugleich gut lesbar, dass man immer wieder wünscht, eigene Erfahrungen ebenso beschreiben zu können. Auf 200 Seiten haben die LeserInnen viele Gelegenheiten, ihre persönlichen Handlungen und Entscheidungen zu reflektieren. Der erste Satz „Haus, ich verkaufe dich.“ führt in den genialen Dialog der namenlos bleibenden Erzählerin mit dem Gebäude, das einen großen Teil ihrer eigenen und der deutsch-deutschen Geschichte „miterlebt“ hat. Kurz vor dem - nach langem Überlegen erfolgenden - Verkauf des Hauses, das der inzwischen aufgelösten Familie als geliebtes Feriendomizil diente, reflektiert die Frau ihr Leben, ihre Beziehungen und deren Scheitern und ihr Eindringen als „Fremde“ in die ehemals ostdeutsche Datschen-Kolonie.
Besonders sympathisch sind die Szenen, in denen die beiden polnischen Alleskönner zu ganz praktischen Helfern bei der Bewältigung des Abschieds werden. Das wunderschöne Cover des Buchs nimmt das Zur-Ruhe-Kommen der Hauptfigur vor ihrem neuerlichen Aufbruch vorweg.

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