Ausgerechnet an ihrem 50. Geburtstag bekommt die Psychologin Liv Bentele Besuch von einem attraktiven Südländer in schwarzem Cape. Leider hat sich der Mann nur in der Tür geirrt. Aber dann ist plötzlich die alte Dame tot, nach der er sich erkundigt hat, und Liv stellt ihn zur Rede. In Wahrheit sei er Thanatos, der griechische Gott des sanften Todes, antwortet er freundlich, und ja, es deprimiere ihn zutiefst, wie unwürdig das Sterben heute sei. Liv sieht in ihm eher einen von Todessehnsucht geplagten Neurotiker und bietet ihm therapeutische Hilfe an. Bei ihrem lebhaften Austausch stellt sich heraus, dass Livs neuer Klient tatsächlich der Sensenmann ist – und sich nicht in der Tür geirrt hat.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
anonymus
aus Norddeutschland
5/5
03.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Über Gott hat der Autor schon…
Über Gott hat der Autor schon Bücher geschrieben (die „Und Gott sprach“-Bände), und nun nimmt er sich in gekonnt humorvoller Weise des Todes an. Dieser kontaktiert in Gestalt des attraktiven griechischen Gottes Thanatos die Psychologin Olivia, die in ihm kein höheres Wesen sehen will. Allmählich muss sie sich jedoch eines Besseren belehren lassen und leider auch erfahren, dass Thanatos ihr nicht zufällig begegnet ist, sondern in Ausübung seiner Funktion. Ein ernstes Thema wird sehr unterhaltsam aufbereitet, so dass es richtig Spaß macht, das Buch zu lesen. Der Tod erscheint somit nicht mehr als Tabu. Den Tod als Person darzustellen, nimmt die Angst vor ihm. Das geschieht alles mit viel Wortwitz und Situationskomik. Dennoch ist der Humor so fein gewoben, dass der gebotene Respekt vor dem Tod gewahrt bleibt. Gut gelungen ist, wie die Geschichte zu ernsten Fragen zum Nachdenken anregt, z.B. über die Bereitschaft zum Gehen oder die Erfüllung des eigenen Lebens. Als sehr lehrreich habe ich die eingeflossenen Informationen zur grieschischen Mythologie empfunden. Das Buch bereitet unterhaltsame Lesestunden und ist zu empfehlen.
Island
aus Nürnberg
5/5
13.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Wenn der Sensenmann zweimal klingelt
Psychologin Liv Bentele bekommt ausgerechnet an ihrem 50. Geburtstag Besuch vom Sensenmann im Körper eines attraktiven Griechen, der dann aber vorgibt, sich in der Tür geirrt zu haben und zunächst ihre ältere Nachbarin ins Reich der Toten bringt. Liz bietet dem Mann, als sie sich wiedersehen, therapeutische Hilfe an, dieser bleibt aber dabei, dass er Thanatos, der griechische Gott des sanften Todes sei, auch wenn er nicht mehr wirklich glücklich mit seiner Aufgabe ist. Außerdem kommt bald heraus, dass es doch kein Versehen war, dass er zunächst bei Liz geklingelt hat.
Der Roman hat mich gut unterhalten. Neben diversen Bezügen zur griechischen Götterwelt ist auch eine ordentliche Dosis Gesellschaftskritik und etwas Humor vorhanden. Liz war mir als Protagonistin zudem sehr sympathisch, wie sie mit beiden Beinen im Leben steht und sehr souverän auf den Sensenmann und seine Pläne mit ihr reagiert. Und auch der Sensenmann selbst ist in diesem Buch keine grausame, angsteinflößende Figur, sondern hat durchaus seinen Charme. Der Schreibstil war gut verständlich und es fanden sich immer wieder schöne sprachliche Bilder.
S. Ho.
5/5
23.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Interessante Idee
Das Cover, das den Sensenmann an der Bar zeigt, passt schon sehr gut zum Inhalt des Buches. Mit viel Humor wird das sehr ernste Thema verarbeitet.
Schon der Klappentext hat mich auf das Buch neugierig gemacht, und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Liv und dem Sensenmann war unterhaltsam und regte aber doch auch zum Nachdenken an.
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen, da der SchreiPbstil sehr flüssig war. Obwohl das Thema natürlich "übernatürlich" war, wirkten die Hauptfiguren sehr authentisch und auch sympathisch.
Man merkt, dass der Autor Philosophie und Psychologie studiert hat, was er auch in den Text einfließen ließ. Trotzdem wurde es nie langweilig.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es ist kurzweilig und unterhaltsam und gibt einem doch etwas zum Nachdenken. Ich werde auf jeden Fall auch noch in die anderen Bücher dieses Autors hineinlesen.
Bewertung
5/5
05.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Was fast schon zu humorvoll und...
Was fast schon zu humorvoll und albern beginnt, entwickelt sich zu einem erstaunlich vielschichtigen und zum Nachdenken anregenden Roman über das Leben und den Tod.
Trotz Längen in der Mitte hat mich vor allem das letzte Drittel überzeugt und auch ein wenig berührt.
Nancy
5/5
28.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Der Tod zu Besuch
Was ist, wenn plötzlich der Tod persönlich vor der Tür steht?
Genau das passiert Liv Bentele ausgerechnet an ihrem 50. Geburtstag.
Doch zum Glück hat der sympathische, attraktive Mann sich nur in der Tür geirrt.
Belustigt und eine Spur nachdenklich tut Liv diese seltsame Begegnung ab.
Doch dann stirbt plötzlich die nette alte Dame von gegenüber und Liv muss sich fragen, ob der „Sensenmann“ ein psychopathischer Killer oder wirklich Thanatos, der Gott des Todes, ist.
Und was ist, wenn er sich doch nicht in der Tür geirrt hat?
„Jetzt ist Sense“ von Hans Rath nähert sich dem Tod auf eine ganz neue, humorvolle Weise und eröffnet eine neue Sicht auf den Tod.
Gibt es im Hintergrund jemand, der über unser Leben und unseren Tod bestimmt?
Ist unser Schicksal von Anfang an vorher bestimmt, ohne, dass wir es, egal was wir tun, ändern können?
Und gibt es jemanden, den Gott des Todes, der in unseren letzten Stunden bei uns ist und uns hilft, in das Jenseits, wie auch immer das aussehen mag, zu gelangen?
Der Roman regt zum Nachdenken an, lässt einen das Leben hinterfragen und gibt Denkanstöße, was man mit seinem Leben eigentlich anfangen will.
Wozu leben wir überhaupt?
Worauf streben wir zu?
Und gibt es jemals einen passenden Zeitpunkt zum Sterben?
Mit genau diesen Fragen wird auch Protagonistin Liv Bentele durch Thanatos, dem Gott des Todes, konfrontiert.
Liv hat ihr Leben bisher fast nur mit Arbeiten verbracht und war immer für andere da.
Hat sie ihr Leben wirklich richtig gelebt?
Was würde sie tun, wenn sie jetzt stirbt? Was, wenn sie noch weiterleben kann?
Kann man den Tod austricksen?
Was ist sie bereit zu tun, um ihr eigenes Leben zu retten?
Livs innerer Konflikt und ihre Auseinandersetzung mit dem Tod - vor allem als Psychologin, von der man denkt, die Psyche zu kennen - ist super interessant und authentisch.
Sie hat mich selbst dazu gebracht, über jene Dinge nachzudenken und das Leben zu hinterfragen.
Auch Thanatos ist ein sehr interessanter Charakter.
Wie stellt man sich so einen Gott des Todes vor?
Sicher nicht so wie unser Charakter hier in der Geschichte.
Entgegen der Erwartungen ist Thanatos nicht etwa düster und gefährlich, sondern ein doch überaus sympathischer, charismatischer und wortgewandter Geselle.
Schlagfertig, nie auf den Mund gefallen und sehr selbstüberzeugt erzählt er Anekdoten aus seinem Alltag als Gott des Todes, der ihm gar nicht mal so zu gefallen scheint.
Mir gefällt diese „neue“ konträre und humorvolle Darstellung des Gottes sehr gut - überaus erfrischend.
Die Handlung selbst ist ebenfalls super unterhaltsam - absolut spannend, dynamisch, unvorhersehbar und immer für eine Überraschung gut.
Witzig und schräg und doch auch nachdenklich.
Hans Rath schafft die perfekte Balance zwischen Komik und Philosophie.
Dazu noch der passende Schreibstil von Hans Rath, der absolut lebendig, nachdenklich, aber auch lustig ist und eine passende, angenehme Atmosphäre schafft, sodass man stets den Protagonisten ganz nah ist und mit ihnen gemeinsam die Story lebt und immer wieder auch ein Schmunzeln auf den Lippen hat.
FAZIT
Alles in allem ein wirklich tolles Buch mit einer super spannenden und interessanten Storyline, die einen zum Nachdenken anregt und die Sicht auf das Leben und den Tod verändert.
Die Charaktere sind überaus erfrischend, sympathisch und humorvoll.
Mich hat das Buch von Anfang gefesselt und nicht wieder losgelassen und darüber hinaus ein paar spannende, nachdenkliche und witzige Lesestunden bereitet.
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5/5
28.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Der Sensenmann und die Psychiaterin
Wenn der Sensenmann einmal läutet, wird man ihn nicht so schnell wieder los!
Dieser tolle humorvolle und doch hintergründige Roman hat mich wirklich positiv überrascht. Ein wahres Vergüngen!
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5/5
25.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Irgendwann gibt es kein später mehr!
Liv hat es nicht leicht. Erst nervt sie ihr Exmann mit seinen Beziehungsproblemen, dann steht ein seltsamer Typ vor ihrer Tür und behauptet, er wäre der Gott des Todes und hätte gerne eine Therapie aufgrund seiner Aggressionsprobleme. Gut, denkt Liz, zumindest sah er gut aus. Doch was anfangs eher wie eine seltsame Persönlichkeitsstörung scheint, entwickelt bald ein Eigenleben. Denn immer, wenn etwas Merkwürdiges um Liv herum passiert, ist ihr Sensenmann nicht weit.
Leben und Tod. Humor und Ernst. Dieses Buch verwebt die losen Enden all dieser Dinge zu einer Geschichte, die mir viel Spaß gemacht, mir aber auch einiges zum Nachdenken gegeben hat. Eine Mischung, die man wohl eher selten findet. Zusammen mit den witzigen, oft überspitzten Figuren, den kleinen und großen Dramen und unserem ewig grinsender Sensenmann, flogen die Seiten nur so dahin.
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4/5
05.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Schön schräg
Wie wäre es, wenn der Tod als attraktiver Sensemann bei Ihnen anklopft und dann behauptet er hätte sich in der Tür geirrt? Schräg, gruselig, irrational! Besser man glaubt, dass er sich geirrt hat. Aber passieren ausgerechnet Thanatos, griechischer Gott des Todes, der mühelos durch den Äther reisen kann, solche Fehler? Olivia, Psychologin, gerade 50 geworden, weiss nicht mehr wem und was sie glauben soll. Wird sie wirklich die Nächste sein, oder ist ihr Tod verhandelbar? Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
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3/5
07.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Auch wenn ich -vermute ich- noch...
Auch wenn ich -vermute ich- noch ein wenig zu jung für die Zielgruppe bin, war ich doch ziemlich gut unterhalten. Humorvoll und in die Länge hin auch gerne mal etwas tiefsinniger ist dieses (Hör-)Buch durchaus ein kurzweiliges Vergnügen.
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3/5
20.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Klopft der Sensenmann beim Psychiater:...
Klopft der Sensenmann beim Psychiater: Als Zino zufällig in Olivias Leben tritt, häufen sich merkwürdige Vorfälle. Während Liv langsam ein Licht aufgeht, kommt Zino ins Grübeln und hat plötzlich keine Lust mehr auf seinen Job. Weise Worte, ernstes Thema, trotzdem zum Schmunzeln.
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