Produktbild: Intimitäten

Intimitäten Roman | »Ein so mitreißender wie verstörender Roman.« ARD ttt

119

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

11,4/18,9/1,9 cm

Gewicht

208 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14903-7

Warnhinweis

nicht erforderlich.

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

11,4/18,9/1,9 cm

Gewicht

208 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Übersetzt von

Kathrin Razum

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14903-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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2 Sterne

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Großartige Geschichte

MarieOn am 16.04.2024

Bewertungsnummer: 2179304

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nachdem der Vater der namenlosen Ich-Erzählerin von seinen Leiden der Altersschwäche erlöst wurde, geht ihre Mutter, in die Heimat Singapur zurück. Sie selbst, fühlt sich jetzt frei genug, eine weitreichende Entscheidung zu treffen und geht an den Gerichtshof in die Niederlande. Sie mag die Mentalität der Menschen dort, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Allerdings ist die Athmosphäre gegenüber New York, ihrem vorherigen Wohnort, eher familiär. Die einzige Freundin Jana, Kuratorin, bezeichnet sich als Haushälterin einer Nationalgalerie, ist wesentlich aufgeschlossener als sie. Die Aufgabe der Dolmetscher*innen am Gerichtshof ist deffiziel und erfordert großes Einfühlungsvermögen. Ein Gerichtsverfahren war eine wohlkalkulierte komplexe Darbietung, an der wir alle beteiligt waren und aus der sich niemand vollkommen heraushalten konnte. Aufgabe der Dolmetschenden war es nicht nur, etwas mitzuteilen oder darzubieten, sondern auch das unaussprechliche zu wiederholen. S. 20 Der Gerichtshof befasst sich ausschließlich mit Genoziden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verhandelt Kriegsverbrecher. Während einer Demonsrtration vor dem Gerichtshof, drückt ihr einer der Teilnehmenden ein Flugblatt in die Hand, das sie nachdenklich stimmt. Die Demonstranten sind Anhänger eines afrikanischen Präsidenten, der in den nächsten Monaten verhandelt werden soll. Sie werfen dem Gerichtshof, die Konzentration einzig auf Anklageerhebung gegen afrikanische Machthaber vor. Es sei ein abgekartertes Spiel der Imperialisten Amerika und Frankreich. Fazit: Die Geschichte ist so glaubhaft, als handele es sich wirklich um den internationalen Gerichtshof. Der Schreibstil ist großartig, jedes Wort sitzt. Die Autorin hat sich in jeden ihrer Charaktere zutiefst eingefühlt. Sie baut langsam auf der Entwurzelung der Protagonistin auf. Ihre Einsamkeit färbt die Stimmung melancholisch. Ihre Moralvorstellungen konterkarieren ihre Arbeit als Übersetzerin. An den charismatischen Machthabern sieht sie ihre eigene Machtlosigkeit. Sie fühlt sich immer mehr als Werkzeug, verliert zunehmend ihre Konturen. Die Hoffnungen, durch den Mann, dem sie ihr Vertrauen schenkte, heimisch zu werden, schwinden. Ein wirklich gut durchdachtes Psychodrama, das ich sehr gerne gelesen habe. Ein Wunder, dass es noch nicht verfilmt wurde.

Großartige Geschichte

MarieOn am 16.04.2024
Bewertungsnummer: 2179304
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Nachdem der Vater der namenlosen Ich-Erzählerin von seinen Leiden der Altersschwäche erlöst wurde, geht ihre Mutter, in die Heimat Singapur zurück. Sie selbst, fühlt sich jetzt frei genug, eine weitreichende Entscheidung zu treffen und geht an den Gerichtshof in die Niederlande. Sie mag die Mentalität der Menschen dort, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Allerdings ist die Athmosphäre gegenüber New York, ihrem vorherigen Wohnort, eher familiär. Die einzige Freundin Jana, Kuratorin, bezeichnet sich als Haushälterin einer Nationalgalerie, ist wesentlich aufgeschlossener als sie. Die Aufgabe der Dolmetscher*innen am Gerichtshof ist deffiziel und erfordert großes Einfühlungsvermögen. Ein Gerichtsverfahren war eine wohlkalkulierte komplexe Darbietung, an der wir alle beteiligt waren und aus der sich niemand vollkommen heraushalten konnte. Aufgabe der Dolmetschenden war es nicht nur, etwas mitzuteilen oder darzubieten, sondern auch das unaussprechliche zu wiederholen. S. 20 Der Gerichtshof befasst sich ausschließlich mit Genoziden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verhandelt Kriegsverbrecher. Während einer Demonsrtration vor dem Gerichtshof, drückt ihr einer der Teilnehmenden ein Flugblatt in die Hand, das sie nachdenklich stimmt. Die Demonstranten sind Anhänger eines afrikanischen Präsidenten, der in den nächsten Monaten verhandelt werden soll. Sie werfen dem Gerichtshof, die Konzentration einzig auf Anklageerhebung gegen afrikanische Machthaber vor. Es sei ein abgekartertes Spiel der Imperialisten Amerika und Frankreich. Fazit: Die Geschichte ist so glaubhaft, als handele es sich wirklich um den internationalen Gerichtshof. Der Schreibstil ist großartig, jedes Wort sitzt. Die Autorin hat sich in jeden ihrer Charaktere zutiefst eingefühlt. Sie baut langsam auf der Entwurzelung der Protagonistin auf. Ihre Einsamkeit färbt die Stimmung melancholisch. Ihre Moralvorstellungen konterkarieren ihre Arbeit als Übersetzerin. An den charismatischen Machthabern sieht sie ihre eigene Machtlosigkeit. Sie fühlt sich immer mehr als Werkzeug, verliert zunehmend ihre Konturen. Die Hoffnungen, durch den Mann, dem sie ihr Vertrauen schenkte, heimisch zu werden, schwinden. Ein wirklich gut durchdachtes Psychodrama, das ich sehr gerne gelesen habe. Ein Wunder, dass es noch nicht verfilmt wurde.

Intim auf nur mehr als einer Ebene

Bewertung am 21.02.2023

Bewertungsnummer: 1884567

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die gesamte Aufmachung der Geschichte sprach mich an. Ich liebe Romane, welche Sprache erforschen und ihre Grenzen testen. Da bietet es sich an eine Übersetzerin bei ihrer Arbeit zu begleiten. Die Sprache wie auch die Protagonistin tragen dieses Werk. Leider ließ es für meinen Geschmack am Ende etwas nach, da sie mir zu selbstbemitleidend erschien, aber nichtsdestotrotz hatte ich eine wunderbare Zeit diese Lektüre zu verschlingen.

Intim auf nur mehr als einer Ebene

Bewertung am 21.02.2023
Bewertungsnummer: 1884567
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die gesamte Aufmachung der Geschichte sprach mich an. Ich liebe Romane, welche Sprache erforschen und ihre Grenzen testen. Da bietet es sich an eine Übersetzerin bei ihrer Arbeit zu begleiten. Die Sprache wie auch die Protagonistin tragen dieses Werk. Leider ließ es für meinen Geschmack am Ende etwas nach, da sie mir zu selbstbemitleidend erschien, aber nichtsdestotrotz hatte ich eine wunderbare Zeit diese Lektüre zu verschlingen.

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Intimitäten

von Katie Kitamura

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Annika Beck

Osiander Zentrale

Zum Portrait

5/5

Ein intensiver Roman über die...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein intensiver Roman über die Bedeutung von Sprache, Wahrheit und Heimatlosigkeit.
  • Annika Beck
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein intensiver Roman über die...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein intensiver Roman über die Bedeutung von Sprache, Wahrheit und Heimatlosigkeit.

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Bernadette Koschinski

OSIANDER Stuttgart – Das GERBER

Zum Portrait

5/5

Ambivalenz einer Dolmetscherin zwischen Nähe und Distanz

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Ich-Erzählerin, deren Namen nicht erwähnt wird, zieht von New York nach Den Haag, um dort als Dolmetscherin am Gerichtshof zu arbeiten. Sie fühlt sich fremd, findet jedoch schnell Anschluss und lernt ihren Freund Adriaan kennen, der in Scheidung zu leben scheint. Als er plötzlich nach Lissabon zu seiner Familie reist, bleibt die Ich-Erzählerin ratlos in seiner Wohnung zurück. Sie geht ihrer Tätigkeit als Übersetzerin nach, was sie erfolgreich meistert und schließlich befördert wird. Ab diesem Zeitpunkt dolmetscht sie für einen Ex-Präsidenten, der vor dem internationalen Gerichtshof wegen grausamen Menschenrechtsverletzungen angeklagt ist. Die Protagonistin ist somit nicht nur privat, sondern auch beruflich hin- und hergerissen. Katie Kitamura schafft auf einer verbalen wie auch einer nonverbalen Ebene die Herstellung von Distanz und Nähe zwischen den einzelnen Protagonisten. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit sich Menschen vertrauen können, wie übersetzte Worte wirken und wo die Wahrheit liegt und zu suchen ist. Durch Kitamuras Erzählstil wird eine Spannung erzeugt, wodurch ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.
  • Bernadette Koschinski
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ambivalenz einer Dolmetscherin zwischen Nähe und Distanz

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Ich-Erzählerin, deren Namen nicht erwähnt wird, zieht von New York nach Den Haag, um dort als Dolmetscherin am Gerichtshof zu arbeiten. Sie fühlt sich fremd, findet jedoch schnell Anschluss und lernt ihren Freund Adriaan kennen, der in Scheidung zu leben scheint. Als er plötzlich nach Lissabon zu seiner Familie reist, bleibt die Ich-Erzählerin ratlos in seiner Wohnung zurück. Sie geht ihrer Tätigkeit als Übersetzerin nach, was sie erfolgreich meistert und schließlich befördert wird. Ab diesem Zeitpunkt dolmetscht sie für einen Ex-Präsidenten, der vor dem internationalen Gerichtshof wegen grausamen Menschenrechtsverletzungen angeklagt ist. Die Protagonistin ist somit nicht nur privat, sondern auch beruflich hin- und hergerissen. Katie Kitamura schafft auf einer verbalen wie auch einer nonverbalen Ebene die Herstellung von Distanz und Nähe zwischen den einzelnen Protagonisten. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit sich Menschen vertrauen können, wie übersetzte Worte wirken und wo die Wahrheit liegt und zu suchen ist. Durch Kitamuras Erzählstil wird eine Spannung erzeugt, wodurch ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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