Produktbild: Das Narrenschiff

Das Narrenschiff Roman | Eine epische Erzählung der DDR und ihrer Bürgerinnen und Bürger - von der Staatsgründung bis zum Mauerfall

9

15,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

763

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600 (Printausgabe)

Dateigröße

2376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782095

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
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  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

763

Erscheinungsdatum

18.03.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

600 (Printausgabe)

Dateigröße

2376 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782095

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  • Alrik Gerlach

    aus NordWestMecklenburg

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Idealen und Irrwegen – eine Reise durch die DDR auf hoher See

    Schon nach den ersten Seiten von Das Narrenschiff hatte ich das Gefühl, mitten auf hoher See zu treiben – und zwar nicht auf einer Luxusjacht, sondern auf einem ziemlich schaukeligen Kahn voller Charaktere, die allesamt ihre ganz eigenen Macken und Geheimnisse mitbringen. Christoph Hein versteht es meisterhaft, Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man meint, sie würden gleich im Wohnzimmer Platz nehmen und von ihren Irrwegen im realsozialistischen Alltag berichten. Mal bissig, mal melancholisch, mal so schräg, dass man grinsen muss – und doch steckt hinter allem eine ernste, tiefgründige Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR. Die Mischung aus überzeugten Idealisten, ehemaligen Nazis, stillen Mitläufern und gescheiten Querköpfen ist wie eine Crew, die keiner freiwillig zusammengestellt hätte, die aber trotzdem in einem Boot sitzt. Dabei treibt dieses Boot nicht etwa gemächlich vor sich hin, sondern steuert zielstrebig auf Klippen zu – und man weiß genau, dass der Crash kommen wird. Hein schafft es, diese unausweichliche Tragik mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, ohne ins Lächerliche abzurutschen. Was mich besonders gepackt hat, ist die Art, wie große historische Entwicklungen hier nicht aus der Sicht der Geschichtsbücher, sondern aus den Augen ganz normaler Menschen erzählt werden. Da sind Schuhverkäufer, Hausmeister oder ein Stasi-Mann, die alle versuchen, irgendwie auf Kurs zu bleiben, während der Sturm tobt. Jede Figur bringt ihre eigene Wahrheit mit, und zusammen ergeben sie ein Panorama, das gleichermaßen komisch wie bitter ist. Stilistisch ist das Ganze wie eine gelungene Mischung aus Theaterstück, Geschichtsunterricht und Kneipengespräch – man weiß nie genau, ob man gerade lachen oder den Kopf schütteln soll. Am Ende bleibt ein scharf gezeichnetes Bild einer Gesellschaft, die an ihren eigenen Idealen scheitert und deren Mitglieder trotzdem weitermachen, als wäre alles nur ein kleiner Ausrutscher.

  • Gaby R.

    Book Circle Community

    5/5

    02.07.2025

    Hörbuch (Audio)

    Protokoll eines Untergangs

    Das Narrenschiff – treffender Titel für die 751 Seiten. Darin umschreibt der desillusionierte Zeitzeuge und Autor die Bürger der DDR, vom Schuhverkäufer bis zum Stasi-Mann, die geblieben sind und sich irgendwie in dem System arrangiert haben. Dies ist ein Teil Geschichte der DDR – von der Entstehung bis zu ihrem Niedergang – beginnend 1945 bis zum Mauerfall 1989. Ein schonungsloses Spiegelbild - stellvertretend für alle - welche den Staat aufgebaut, von ihm profitiert und zum Schluss mit ihm gesunken sind. Keine trockenen Geschichtslektionen – nein – geschickt protokolliert der Autor das tägliche Leben in der DDR. Doch über die Zeit kommt dieses Narrenschiff mit einer mehr oder weniger unfreiwilligen Mannschaft bedrohlich ins Schlingern und steuert dem sicheren Untergang entgegen. Fazit: Ein Staat verschwindet für immer – doch die Menschen sind geblieben. Für mich (ich habe die DDR noch selbst erlebt) eine Bilanz mit Nachgeschmack und trotzdem eine aufrichtige.  

  • Bewertung

    5/5

    31.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick zurück - deutsch/ deutsche Zeitgeschichte

    Christoph Hein hat keinen typischen Roman geschrieben, sondern eine relativ authentische, zugleich fiktionale Erzählung über Ostdeutschland bzw die DDR von 1945 bis nach dem Mauerfall. Von der ersten Seite an haben mich die Lebensgeschichten der verschiedenen Protagonisten gefesselt - eine Chronik der DDR aus Sicht des Volkes / der Menschen. Grandios erzählter Geschichtsunterricht !

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    09.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meisterwerk

    Christoph Hein versteht es meisterlich, die untergegangene DDR in den verschiedensten Facetten aus der Sicht von typischen Protagonisten zu beschreiben. Dieser Roman verweigert sich einer vereinfachten Schwarz-Weiss-Darstellung, sondern zeigt in der ganzen Komplexität des ersten deutschen sozialistischen Staates die Hoffnungen auf einen Neubeginn und zugleich die Tragik des Scheiterns auf. Für Interessierte dieser Epoche ein absolutes Muss, das ein gutes Geschichtsbuch auf unterhaltsame Weise ersetzen kann.

  • Calimero

    4/5

    06.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gut, aber nicht epochal

    Man begleitet in diesem 750 Seiten dicken Roman einigige Mitglieder der Nomenklatura durch ihr Leben. Dank des Hein'schen Schreibstils und der Aufgliederung in kurze Kapitel liest sich das Buch sehr gut. Aber ist es tatsächlich ein "epochaler Roman über die Geschichte der DDR" wie das Buchcover marktschreierisch verkündet? Man lernt schon einiges über diesen untergegangenen Staat, aber für ein epochales Werk ist es dann doch etwas unterkomplex. Hein hat sich da wohl sehr autobiographisch orientiert. Die Hauptpersonen zeichnen sich durch eine interessante Lebensgeschichte aus, sind aber eher nicht die typischen SED-Funktionäre, die dann nur in kleinen Nebenrollen auftauchen. Es verwundert auch, dass die Stasi in diesen Lebensgeschichten nie auftaucht obwohl doch selbst die Nomenklatura von ihrer Bespitzelung betroffen war. Man stolpert dann auch noch über einige geschichtlichen Details, die eher auf einer individuellen Sichtweise des Autors als auf faktenbasierter Geschichtsschreibung beruhen. Aber trotzdem habe ich diesen Roman mit grossem Interesse und Genuss gelesen. Einen Stern Abzug gibt es allein wegen der Nachwendekapitel, in denen dann leider nur klischeehaft böse Wessis auftreten.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Adrian Ruf

    Adrian Ruf

    OSIANDER Schwenningen

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    5/5

    06.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Anpassung, Zweifel und Widerstand

    Ein Land im Umbruch, ein Staat voller Widersprüche – und Menschen, die versuchen, inmitten all dessen ihren Weg zu finden: Das Narrenschiff entfaltet sich als weit gespannter Gesellschaftsroman, der die Geschichte der DDR aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Über drei Generationen hinweg erzählt Christoph Hein von Menschen, die die Entstehung, den Alltag und schließlich den Untergang dieses politischen Experiments miterleben – oder mittragen. Hein erzählt diese Geschichte mosaikartig: Unterschiedliche Figuren und Episoden fügen sich Stück für Stück zu einem größeren Ganzen zusammen. Dabei stehen nicht die großen historischen Ereignisse im Vordergrund, sondern das Alltagsleben – leise Zweifel, unbequeme Wahrheiten, stille Anpassung. Gerade die Vielstimmigkeit und die ruhige, unaufgeregte Erzählweise machen den besonderen Reiz dieses Romans aus. Ein besonders prägnantes Beispiel für die ideologische Enge des Systems liefert die Figur Emser, wenn er erklärt: „Man darf sich irren, aber nie gegen die Partei. Und wenn die Partei sich irrt, machst du einen Fehler, wenn du diesen Irrtum nicht teilst. Man darf nie gegen die Partei recht haben, denn sie allein hat immer recht.“ In diesem einen Satz verdichtet sich die ganze Absurdität und autoritäre Logik, die das Denken und Handeln vieler Figuren bestimmt. Ich hatte große Freude daran, dieses vielschichtige Werk zu lesen. Trotz meines breiten Fundus an DDR-Literatur konnte Das Narrenschiff mir neue Blickwinkel eröffnen.
  • Zum Bewerterprofil von Susanne Markscheffel

    Susanne Markscheffel

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packender Gesellschaftsroman über die Zeit vor der DDR bis zu ihrem Ende lebendig erzählt

    Selten habe ich ein Buch gelesen, dass mich von der ersten Seite an so fasziniert hat, dass ich es am liebsten sofort bis zum Ende durchgelesen hätte, was leider bei dem Umfang von 750 Seiten selbst im Urlaub nicht möglich war. Es ist eine Mischung zwischen historischem Roman und dem Porträt unserer Gesellschaft. Christoph Hein, bekannt als "der Chronist der DDR" hat ein wahres Meisterwerk geschaffen. Es geht um die Zeit zwischen 1945 und 1990, der Zeit kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges bis kurz nach dem Fall der Mauer. Menschen, die diese Zeit erlebt haben, die Zeit vor der Teilung Deutschlands, das Leben in der DDR, die politischen Entwicklungen, all das erzählt er lebendig und facettenreich, wirklich genial. Seine Sprache ist flüssig, schnörkellos und einfach angenehm zu lesen. Sie werden beim Lesen schnell spüren, wie Sie einfach abtauchen in eine ganz andere Welt und eine andere Zeit und dabei neue Menschen kennen und lieben lernen. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen dieses einzigartigen Buches.
  • Zum Bewerterprofil von Christoph Schmaus

    Christoph Schmaus

    OSIANDER Wangen

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    4/5

    13.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Staatsflaute

    Eine romanhafte Chronik der DDR entlang ihrer geschichtlich wichtigsten Stationen, über weite Strecken erzählt aus der Perspektive hoher Parteikader (bis hin zum Politbüro) und kleinerer Funktionäre (beispielsweise der Referatsleitung Kinder- und Jugendfilm) - kann das gelingen ohne pauschale Verurteilung oder entlastende Verklärung? Durchaus! Die ersten Jahre bis zum Mauerbau sind besonders fesselnd, Familiengeschichte und Staatsgeschichte gehen Hand in Hand. Zwischen irrationalen Planvorgaben und ideologischen Richtungswechseln schwinden die Illusionen der Figuren allerdings mehr und mehr.
  • Zum Bewerterprofil von Ruth Schuhbauer

    Ruth Schuhbauer

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte gut vermittelt

    Um es gleich vorneweg zu sagen, das Buch ist zwar dick, aber einfach zu lesen und ich war die ganze Zeit über interessiert, wie sich die 5 ProtagonistInnen und ihre Kinder entwickeln und wie die Geschichte weiter geht. Es sind hauptsächlich 5 Personen und 3 Generationen. Interessant ist, dass die Geschichte aus der Sicht von Funktionären geschildert wird. Ich interessiere mich für Geschichte und die DDR und habe erfreulicherweise viel neues erfahren. Nicht so gut fand ich, dass die Todesschüsse, Fluchtversuche und Gefängnisse nicht zur Sprache kamen. Aber vielleicht war diese Gesellschaftsschicht davon einfach nicht betroffen. Und es hätte ein kleinwenig kürzer sein können, da es zu manchen Wiederholungen kommt. Fazit: Ich kann das Buch allen, die sich eingehender mit der DDR-Geschichte auseinandersetzen möchten sehr empfehlen. Für alle LeserInnen von Regina Scheer: Bittere Brunnen

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