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Dunkelnacht Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2022

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

33628

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

15 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.02.2021

Verlag

Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

21,6/12,5/1,6 cm

Gewicht

213 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000180302

Beschreibung

Rezension

"Boie stellt wichtige Fragen und sucht mit ihren jungen Helden nach Antworten." Andrea Kachelrieß, Stuttgarter Nachrichten, 18.02.2021
"Mit 'Dunkelnacht' ist ihr ein weiterer überzeugender Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte gelungen, der sich auch als Schullektüre eignen dürfte." Julika Pohle, Welt am Sonntag, 28.02.2021
"'Dunkelnacht' ist ein Buch, das den Leser bittet, auch in sich selbst nach Antworten und Haltungen zu suchen. Am Ende des mitreißenden wie bedrückenden Buches bleibt zudem auch dieser Lichtblick: 'Die Angst kann nicht alles, die Angst bleibt nicht immer der Sieger.'" Nordsee-Zeitung, 08.02.2021
"Ein bewegendes Antikriegsbuch sowie ein berührender, hochaktueller Roman, der die Frage nach Schuld und Verantwortung stellt." Buch aktuell, 23.02.2021
"Ihr Buch ist nicht nur ein Versuch zu verstehen, wie es zu den Morden kommen konnte, sondern auch ein Mahnmal für die Opfer." Sylvia Schwab, Deutschlandfunk Kultur, 24.02.2021
"Nazi-Gedankengut ist bekanntlich heute in Teilen der Bevölkerung wieder gesellschaftsfähig. „Dunkelnacht“ könnte ein wirksames Gegenmittel sein" Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost, 20.02.2021
"Dass Kirsten Boie aus dem Vorfall in Penzberg, von dem sie auch erst vor nicht allzu langer Zeit erfahren hat, ein Buch gemacht hat, kann man nicht genug würdigen. Es gibt viele Jugendromane über das Dritte Reich (in den letzten 10 Jahren sind vielleicht weniger neue als früher dazugekommen), aber „Dunkelnacht“ ist, weil es die Düsternis der Zeit sprachlich so erfahrbar erzählt, ein besonders beeindruckendes Buch." jugendbuchtipps.de, 17.04.2021
"Ein hervorragend erzähltes, wichtiges, aber auch ein sehr hartes Buch - selbst für Erwachsene." freundin, 24.03.2021
"Kirsten Boies Erzählung ist weit mehr als ein herausragendes Jugendbuch, es ist ein Buch darüber, wofür man mit seinem Menschsein einstehen möchte. Und damit gleichermaßen bedeutsam für Jugendliche wie für Erwachsene." 1000 und 1 Buch, 01.04.2021
„Kirsten Boie versteht es meisterhaft, zu erzählen, ohne anzuklagen. Sachlich, ohne Pathos, und doch so berührend. Ein grandioses Buch!“ Maren Bonacker, buch & maus, 2/2021

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Gut

Verkaufsrang

33628

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

15 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

06.02.2021

Verlag

Verlag Friedrich Oetinger GmbH

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

21,6/12,5/1,6 cm

Gewicht

213 g

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000180302

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  • Bewertung

    5/5

    26.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Nacht, die niemals vergessen werden darf

    Ich muss leider ganz ehrlich gestehen: Bis zu diesem Buch wusste ich absolut nichts von der Penzberger Mordnacht. Dabei ist es so unfassbar grausam, was damals passiert ist. In nur einer einzigen Nacht wurden 16 Menschen kaltblütig ermordet. 17 sollten es eigentlich sein, einer konnte zum Glück entkommen. Es ist so wichtig, dass Kirsten Boie diese Novelle geschrieben hat, damit diese Taten unvergessen bleiben. ​Wir schreiben den April 1945. Jeder spürt, dass das Ende des Krieges und der Nazi-Ideologie kurz bevorsteht. Doch in der Nacht vom 28. auf den 29. April (nur zwei Tage vor Hitlers Selbstmord) bricht in der bayerischen Stadt Penzberg die Hölle los. Der ehemals von den Nazis abgesetzte Bürgermeister will das Rathaus friedlich übernehmen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Doch die Wehrmacht erlässt den brutalen Befehl, alle Widerständler sofort hinzurichten. ​Mitten in diesem Chaos stehen drei Jugendliche: • ​Marie, deren Papa im Widerstand ist. • ​Schorsch, dessen Vater als Polizeimeister zwischen den Stühlen sitzt. • ​Gustl, ein überzeugter Nazi-Anhänger und Mitglied der „Werwölfe“. ​Die Geschichte wird größtenteils aus den Perspektiven von Marie, Schorsch und Gustl erzählt. Man spürt beim Lesen eine ganz tiefe, beklemmende Unruhe. Während die einen wissen, dass der Krieg verloren ist, klammern sich die anderen fanatisch an den „Endsieg“. ​Es geht wahnsinnig unter die Haut zu sehen, wie Nachbarn und Freunde plötzlich zu Verrätern werden. Noch schlimmer fand ich, wie nach den Morden darüber geredet wurde, als wäre das eine reine Nebensächlichkeit oder ein makabres Spiel. Das Buch zeigt schmerzhaft und ehrlich, dass es nicht nur die „großen“ Nazi-Verbrecher waren, die Leid brachten. Es waren ganz normale Bürger, die zu Mitläufern und damit selbst zu Tätern wurden. Eine Warnung, wie gefährlich solche Systeme bis heute sein können. ​Hier wird Geschichte für Jugendliche (und Erwachsene!) aufgearbeitet. Themen wie Zivilcourage, Gerechtigkeit und Widerstand stehen im Fokus. Das Buch ist schonungslos ehrlich, aber absolut altersgerecht geschrieben. Im Anhang gibt es zudem ein tolles Glossar, das Begriffe wie Wehrmacht, Schutzhaft oder Hitlerjugend erklärt. ​Für mich die perfekte Schullektüre, aber auch ein Buch für zu Hause. Wichtig ist nur, dass man danach jemanden zum Reden hat, je nachdem, wie viel Vorwissen die Kinder schon haben. ​Kennt ihr dieses Kapitel der Geschichte bereits oder ist es für euch auch neu?

  • Bewertung

    5/5

    28.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr interessanter Jugendroman

    Ich bin ein Fan von historischen Serien/Filmen und Romanen. Da bin ich natürlich auf das Buch Dunkelnacht gestoßen. Dieser Roman bringt die emotional grausame Ebene der Verbrechen in Penzberg wirklich gut rüber, man kann mit den Beschreibungen gut in die Szene eintauchen. Vieles aus der Sicht der jungen Menschen Schorsch, Marie und Gustl zu erfahren, war sehr interessant. Vor allem das Ende. Auch wenn die Erzählstruktur für die ein oder andere Person vielleicht gewöhnungsbedürftig ist, sorgt der Inhalt des Romans für eine gewisse Spannung, die dafür sorgt, dass man weiterlesen möchte. Ich habe dieses Buch gerade mit 18 Jahren gelesen und das Nachwort hat mich einfach sehr gerührt. Abschließend bin ich sehr zufrieden mit dem Buch. Es ist grausam was am Ende des zweiten Weltkriegs noch passiert ist. Das zeigt mal wieder was manche Personengruppen befürworten, unfassbar eigentlich, aber wahr.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    24.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    tolles Jugendbuch

    Was für ein tolles Jugendbuch. Das Thema ist schwierig. Umso mehr bewundere ich, wie Kirsten Boie sich da heranwagt. Warum immer irgendwelche Science fiction lesen. Irgendwelche Dystophien. Man sollte sich auch an die Zeit des Dritten Reiches wagen und unseren Kindern und jungen Leuten versuchen unsere Geschichte - und auch die garstige - näher zu bringen. Und das schafft die Autorin wahnsinnig einfühlsam und klug. Für die Zielgruppe wirklich ein Gewinn. Und ich habe es aufmerksam gelesen und kann es nur wämstens empfehlen. Gebt den Jugendlichen eine Chance, außerhalb des trockenen Schulunterichts an das Thema heranzugehen.

  • J. Kaiser

    5/5

    28.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Macht Nachdenklich

    In dieser Geschichte wird das reale Ereignis vom 28. auf den 29. April 1945, in der Kleinstadt Penzberg geschildert. Das Buch schildert ein dunkles Kapitel dieser Stadt. Der von den Nazis abgesetzte Bürgermeister kehrt ins Rathaus zurück. Die Wehrmacht erlässt den Befehl, alle Widerständler hinzurichten. Marie, Schorsch und Gustl geraten zwischen die Fronten. Zu diesem Zeitpunkt standen die Amerikaner bereits vor der Stadt. Der Krieg war nicht mehr zu gewinnen für Deutschland. Gemäss dem Befehl und vor der Angst der Rache werden einige Leute hingerichtet. Für mich als Aussenstehenden dieses Krieges ist das Lesen der Ereignisse nicht leicht. Die Tagebuchartige Schilderung im Wechsel was passiert ist, fand ich sehr schlimm, oder noch gelinde ausgedrückt furchtbar. Man muss sich schon fragen, wie konnte es so weit kommen? Auch bei Befehlen sollte man diese manchmal hinterfragen. Dieses Buch sollten viel Leute lesen und sich nach Ende des Buches werden viele sicher Nachdenklich sein. Davon bin ich überzeugt. Sehr empfehlenswertes Buch.

  • stefanb

    5/5

    23.05.2023

    eBook (ePUB 3)

    Endphasenverbrechen

    Es verwundert nicht, dass "Dunkelnacht" mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Die Autorin Kirsten Boie thematisiert in ihrem Werk die Endphasenverbrechen des zweiten Weltkrieges. Für mich waren das neue Einblicke, denn schulisch oder auch anderweitig wurden die letzten Tage bis zum Einmarsch der alliierten Truppen nicht wirklich besprochen. Der Schreibstil passt zu den Geschehnissen der damaligen Zeit. Es sind düstere Einblicke, welche einem durch unterschiedliche Perspektiven präsentiert werden. Dabei werden viele Fragen bei den Lesenden aufgeworfen. In dem ausführlichen und informativen Nachwort geht die Autorin auf das dunkelste Kapitel der Stadt Penzberg ein und stellt dabei die entscheidenden Fragen, die einem beim Lesen kommen und nicht immer leicht zu beantworten sind. "Wie um Himmels willen haben sie weiter zusammengelebt in dieser Stadt nach dem Ende des Krieges: die Witwen und Waisen der Opfer – und die Frauen und Kinder der Täter? Wie kann eine Stadt so weitermachen?" [66] "Dunkelnacht" ist ein wichtiges Stück Literatur. Auch wider das Vergessen.

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    Herad Pfeuffer

    OSIANDER Speyer

    Buchhändler*in

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    5/5

    20.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv

    Das eine 128 seitige Novelle so intensiv ausfällt ist dem Schreibstil der Autorin und dem tatsächlichen Geschehen geschuldet. Die Mordnacht in Penzberg am 28. April 1945. Mit dem Nachwort wurde es für mich nochmals verdeutlicht, auch die Frage, wie konnten Opferfamilien und Täterfamilien danach in einem Ort noch zusammen leben. Ein Buch für Jugendliche, die unbedingt über diese Zeit wissen müssen, aber auch Erwachsene werden sich der Intensität nicht entziehen können.
  • Zum Bewerterprofil von Verena Bothe

    Verena Bothe

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dunkelnacht

    Penzberg, Ende April 1945: Schorsch (15) und Marie (14) haben Schmetterlinge im Bauch. Heute haben sie sich zum ersten Mal geküsst. Für einen Moment war die Welt in Ordnung, obwohl sie es schon seit Jahren nicht mehr ist. Zu lange schon dauert der Krieg, und der vom Führer versprochene Sieg ist nirgends in Sicht, im Gegenteil. Dennoch darf das Deutsche Volk nicht aufgeben. Bis zum letzten Mann sollen sie kämpfen. Angeblich sind die Amerikaner schon ganz nah. Daher wird der Nero-Befehl gegeben: Alles soll zerstört/ unbrauchbar gemacht werden, bevor es dem Feind in die Hände fällt, Straßen, Fabriken. Hans Rummer, der Bürgermeister war, bevor die Nazis an die Macht kamen, will verhindern, dass das Bergwerk geflutet wird und die Bergleute (zum Großteil Kriegsgefangene) retten. Im Radio heißt es dann, der Krieg sei vorbei, und Rummer zieht wieder ins Rathaus ein. Seinen Vorgänger, Vonwerden, lässt er friedlich ziehen. Er verspricht den Bürgern, das Dorf ohne Blutvergießen an die Amerikaner zu übergeben. Doch dann gibt Oberstleutnant Ohm der Wehrmacht den Befehl, das Rathaus zu umstellen und ernennt sich zum Stadtkommandanten. Im Radio spricht Gauleiter Giesler. Er erklärt, dass feindliche Elemente den Sender übernommen hätten und der Krieg mitnichten vorbei sei. Alle Vaterlandsverräter sollen erschossen werden. Vonwerden wird wieder als Bürgermeister eingesetzt. Im Dorf ist man sich unsicher, wer denn nun hier das Sagen hat. Marie und Schorsch beobachten aus einem Versteck heraus, wie die Verurteilten zum Richtplatz geführt und von den Soldaten erschossen werden. Rummer ist der Letzte, der stirbt. Die Soldaten ziehen ab, in Richtung der Alpenfestung (die es übrigens nie gegeben hat, sie war nur Propaganda). Nun könnte alles vorbei sein, doch leider war das erst der Anfang. Nicht weit entfernt, in Großhadern, hat sich der aus Penzberg stammende Gustl (15) dem “Werwolf” angeschlossen, genauer der “Gruppe Hans”, die aus knapp 100 Mann besteht. Sie sind eine treue Gemeinschaft, die Letzten, auf die der Führer noch zählen kann. Sie kämpfen im Untergrund, gehen speziell gegen den Verrat ihrer deutschen Volksgenossen vor und verüben Sabotage hinter den feindlichen Linien. Gustl schämt sich für seine Eltern, der Vater ein “Roter”, die Mutter ein Feigling, eine Schande. Er glaubt fest an den Führer, das Reich und die arische Rasse, und will auch an den Endsieg glauben. Entweder wird er als Held in sein Heimatdorf zurückkehren oder sein Leben für die Sache geben. Doch die Realität sieht anders aus. Die “Gruppe Hans” wird nach Penzberg beordert, und der “Leitwolf” sagt Vonwerden seine volle Unterstützung gegen die “verdächtigen Elemente” zu. Flugblätter werden verteilt: Tod allen Volksverrätern! Eine Liste mit Namen und Adressen wird erstellt. Der “Werwolf” geht auf die Jagd. Gustl ist mit Feuereifer dabei. Es gibt keine Verhandlungen. Die Leute, die auf der Liste stehen, werden gleich aufgehängt. Gustl muss sich übergeben. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Auch Marie und Schorsch werden Zeugen der Hinrichtungen. Sie kommen sich vor wie in einem Alptraum, doch es ist grausame Realität! Diese Mordnacht (28./29. April 1945) hat wirklich stattgefunden! Nur einen Tag später marschierten die Amerikaner ein! Kirsten Boie verwendet im Buch die echten Namen, sowohl die der Opfer als auch die der Täter. Die Erzählperspektive wechselt dabei zwischen Opfern und Tätern. Man ist also mitten drin in den Ereignissen, was das Ganze unheimlich spannend macht. Wer jetzt noch denkt “nicht-noch-ein-2.-Weltkriegs-Buch”, der liegt echt total daneben, denn dieses Buch ist anders und einfach eine absolute Leseempfehlung. Mit den Endphasenverbrechen beleuchtet Kirsten Boie zudem einen Aspekt des 2. Weltkrieges, der vielen eher unbekannt ist. Ganz zurecht erhielt das Buch den “Katholischen Kinder- und Jugendliteraturpreis” und wurde außerdem gleich zweimal für den “Deutschen Jugendliteraturpreis” nominiert (von der Jugendjury und der Kritikerjury)! Viel Spaß beim Lesen!!!

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