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Das Lied des Propheten Roman | Booker Prize 2023

168

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29312

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/11,3/2,5 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Schwarz / Champagner

Auflage

4. DruckAuflage, 2026

Originaltitel

Prophet Song

Übersetzt von

Eike Schönfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98887-1

Beschreibung

Rezension

»Ein Roman, der seinen Leser einsaugt, ihm seiner Präzision und albtraumhaften Intensität wegen körperliche Schmerzen bereitet und ihn bis zum unglaublichen Ende nicht mehr ausspuckt. Wer wissen will, was drohen könnte, muss dieses Buch lesen.«Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 24. November 2024 ("NZZ am Sonntag")
»›Das Lied des Propheten‹ ist ein beklemmendes Leseerlebnis, das einen lange verfolgt. Ein politischer Warnruf, dass auch in unseren Breiten Dinge möglich sind, die wir uns nicht vorstellen mögen. Und ein literarisches Meisterwerk, das mit Recht den Booker-Preis 2023 gewonnen hat.«Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 03. Oktober 2024 ("Tages-Anzeiger")
»›Das Lied des Propheten‹ ist große Literatur. Absolut lesenswert.«Claudia Kuhland, NDR Kultur, 09. September 2024 ("NDR Kultur")
»Die Bilder, die Lynch dafür findet, sind ebenso eindringlich wie uneindeutig, von intimer Schönheit mitten im Schrecken. […] [W]eil das Buch keine Rettung verspricht und dennoch auf die Menschlichkeit pocht, verschiebt es Perspektiven, indem es seinen Lesern unabweislich vor Augen führt, wovon sie nichts wissen wollen, was sie nicht aushalten. Sollten sie die Augen öffnen, werden sie belohnt mit großer Kunst.«Julia Schröder, Deutschlandfunk, 04. August 2024 ("Deutschlandfunk")
»Paul Lynch kreiert eine klaustrophobische, atemlose Stimmung, herzzerreißende Szenen, Fiktion, die die Wirklichkeit greifbar, die tiefere Wahrheit sichtbar macht. […] ›Das Lied des Propheten‹ ist große Literatur. Absolut lesenswert.« Claudia Kuhland, Das Erste titel, thesen, temperamente, 28. Juli 2024 ("Das Erste titel, thesen,temperamente")
»›Das Lied des Propheten‹ [zieht uns] existenziell in Mitleidenschaft wie kaum ein Werk dieser Zeit: Es hat nur einmal in einem Jahrhundert einen Franz Kafka gegeben; und in diesem gibt es nur einen Paul Lynch.«Markus Gasser, Neue Zürcher Zeitung, 06. Juli 2024 ("NZZ")
»Eines der emotionalsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. […] Ich bin völlig begeistert davon.«Anke Engelke, Wie war der Tag, Liebling?, 08. April 2024 ("Wie war dein Tag, Liebling?")
»Ein atemlos spannendes Buch«Margarete von Schwarzkopf, Bücher Magazin, April/Mai 2025 ("Bücher Magazin")
»Sicherheit, Anspruch auf Rechtsschutz, Meinungsfreiheit: Dies und noch mehr wird der Familie genommen. Der Roman zeigt, wie wichtig die Demokratie ist - und ist erschreckend aktuell.«Sabine Ebinger, Nürnberger Nachrichten, 05. März 2025 ("Nürnberger Nachrichten")
»›Das Lied des Propheten‹ ist das Buch für unsere Zeit und erschreckend aktuell, wenn man sich vor Augen führt, wie gerne Rechtsextreme und Rechtspopulisten in Deutschland und ganz Europa die Axt an demokratische Institutionen wie zum Beispiel Verfassungsgerichte oder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk legen wollen.«Norbert Kraas und Corinna Kern, Reklamekasper, 17. Januar 2025 ("Reklamekasper")

Produktdetails

Verkaufsrang

29312

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/11,3/2,5 cm

Gewicht

222 g

Farbe

Schwarz / Champagner

Auflage

4. DruckAuflage, 2026

Originaltitel

Prophet Song

Übersetzt von

Eike Schönfeld

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98887-1

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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    4/5

    17.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Alltag in einem autokratischen System

    Kurzkommentar: Ein sensationell starkes Buch mit grosser Sprachgewalt. Der Autor schildert das Alltagsleben einer Familie in einem autokratischen Systemen. Diese verhehrenden Zustände hinterlassen tiefe Spuren. Sehr lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    16.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die tote Freiheit

    Es ist ein brillantes und tief emotionales Buch. Ein Buch das aufrüttelt! Ein Buch das eine Botschaft hat! Es handelt sich um einen Regierungswechsel in einem Land. Eine neue Regierung kommt and die Macht. Irland ist in der Gewalt einer Regierung, die immer radikaler und tyrannischer reagiert. Das Buch ist erschreckend realistisch aufgebaut, alles was der Autor beschreibt, kann in der Wirklichkeit geschehen. Der Autor lässt den Leser sehr nachdenklich und fast bestürzt zurück. Das Buch geht unter die Haut, den Aufbau und die brutale Handlungsweise eines totalitären Staates und die Hilflosigkeit in einem diktatorischen und menschverachtenden System mitzuempfinden. Das Fehlen jeglicher Lebensfreude, da die Angst einen ständig verfolgt. Es ist eine hoffnungslose Situation, die nur durch Flucht in ein anderes Land beseitigt werden kann. Eine andere Alternative gibt es nicht.

  • Andrea

    aus Karlsruhe

    5/5

    13.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwühlend

    Inhalt: Eilish Stacks Mann wird zuerst von Beamten der Geheimpolizei gesucht und verschwindet dann spurlos. Nach und nach versinkt Irland immer mehr im Chaos, bis hin zum offenen Krieg zwischen Rebellen und dem Staat. Eilish versucht nur noch ihre Familie zu schützen, obwohl ihre Welt zusammenbricht. Meinung: Eilish repräsentiert Stärke und Ohnmacht zugleich, sie durchlebt Situationen, die man sich nicht annähernd vorstellen kann oder will. Man gerät ins Grübeln, wie man selbst handeln würde und ob Eilish richtig handelt - kommt aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Der Roman ist mitreißend und aufwühlend. Absolut lesenswert!

  • Jürg Stocker

    Book Circle Community

    5/5

    11.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine unrealistische Dystopie – ein politischer Weckruf

    Einleitung: Paul Lynch (*1977) ist ein irischer Schriftsteller. Mit diesem Roman gewann er 2023 den renommierten Booker Prize. Inhalt: Die Geschichte spielt in einem von Bürgerkrieg erschütterten Irland, das in eine Diktatur abgleitet. Grundrechte werden aufgehoben, Notstandsgesetze erlassen, Ausgangssperren verhängt. Doch der Roman zeigt nicht nur die politischen Umwälzungen, sondern auch deren verheerende Auswirkungen auf eine Familie. Im Zentrum steht Eilish, eine Mikrobiologin und Mutter. Ihr Mann, ein aktiver Gewerkschafter, wird verhaftet und inhaftiert. Ihr ältester Sohn schließt sich dem Widerstand an, ein weiterer liegt schwer verletzt im Krankenhaus – ein Besuch bei ihm wird zur Gefahr. Auch Eilish selbst gerät unter Druck: Sie wird in ihrem Job systematisch ausgegrenzt und schließlich entlassen. Stil & Sprache: Lynch erzählt in prägnanten, eindringlichen Sätzen, die den Lesefluss beschleunigen und eine beklemmende Atmosphäre erzeugen. Sein Schreibstil fordert Aufmerksamkeit und verlangt von der Leserschaft, sich auf die düstere, fast visionäre Erzählweise einzulassen. Ein eindrucksvolles Zitat verdeutlicht die allgegenwärtige staatliche Kontrolle: „… trennt jedes Gesicht von der Uniform, da spricht die Uniform, nicht der Mund, durch die Uniform spricht der Staat…“ Persönliche Meinung: Diese Dystopie wirkt nicht weit hergeholt – im Gegenteil: Sie rüttelt wach und zwingt uns, über die Fragilität von Demokratie und Freiheit nachzudenken. Gerade in der heutigen Zeit erscheint der Roman erschreckend aktuell. Obwohl der Schreibstil fesselnd ist, stellt die Erzählweise eine Herausforderung dar und brachte mich an meine Grenzen. Fazit & Empfehlung: Lynch verwebt Themen wie Rache, Glaube und Erlösung in eine kraftvolle, fast poetische Erzählung. Die düstere Atmosphäre verstärkt die Dringlichkeit der Botschaft. Ein herausragender Roman, der mit Recht ausgezeichnet wurde – und den diejenigen lesen sollten, die bereit sind, sich aus der Komfortzone reißen zu lassen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    5/5

    06.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein politischer Weckruf…

    Ein politischer Weckruf ohnegleichen Der irische Schriftsteller Paul Lynch hat für seinen jüngsten Roman mit dem bibelbezogenen Titel «Das Lied des Propheten» den Booker Prize des Jahres 2023 gewonnen. Inspiriert dazu sei er vom Bürgerkrieg in Syrien, von der Flüchtlingskrise sowie von den auch in Europa zu verzeichnenden Tendenzen zu anti-demokratischen Regierungs-Formen, »Dieses Buch war nicht leicht zu schreiben», hat er erklärt, inspirierend dazu sei für ihn ein Gefühl des fortschreitenden Abgleitens in totalitäre Staatsformen. Mit der genialen Idee, seinen politisch-dystopischen Roman ausgerechnet in Europa spielen zu lassen, in seiner Heimat Irland nämlich, hat er seine Leser radikal aus ihrer politischen Komfortzone heraus gescheucht. Niemand in Europa könne sicher sein, so sein Credo, totalitäre Regime seien nur ein Phänomen fernab, auf anderen Kontinenten dieser Welt. Bei Familie Stack in Dublin klingelt es eines abends an der Haustür, und als die Protagonistin des Romans und vierfache Mutter Eilish öffnet, stehen zwei Männer von der Geheimpolizei vor ihr, die Larry Stack sprechen wollen, ihren Mann. Eine geradezu klassische Urszene in allen faschistischen Diktaturen! Und da er nicht zuhause ist, solle der Generalsekretär der Lehrer-Gewerkschaft sich baldmöglichst bei ihnen melden. Was Larry nach einigem Zögern dann auch tut, seither ist er spurlos verschwunden. Mit der Machtübernahme etabliert die «National Alliance» als rechtsradikale Partei Irlands eine politische Tyrannei, vor der niemand mehr sicher ist. fast jeder ist dem Staat verdächtig, Menschen werden willkürlich aus aberwitzigen Gründen verhaftet, und die Justiz ist per Notstands-Verordnung praktisch außer Kraft gesetzt. Es gelten strenge Ausgangssperren, Schulen werden geschlossen, Hamsterkäufe machen die Regale in den Geschäften leer. Die promovierte Molekular-Biologin Eilish wird das Opfer von Sippenhaft, sie verliert aus fadenscheinigen Gründen ihren Job, das Haus wird verwüstet, ihr Auto demoliert. Der älteste Sohn schließt sich den Rebellen an, die militärisch das Terror-Regime bekämpfen, - und auch ihn sieht sie niemals wieder. Als ihr jüngerer Sohn bei einer Detonation durch Splitter verletzt ins Krankenhaus eingelieret wird, verschwindet er dort spurlos. Bis sie ihn schließlich, nach hartnäckiger Suche, in einem Plastiksack liegend in einem militärischen Leichen-Schauhaus findet, der Körper übersäht von Folterspuren. Der Schwester von Eilish in Kanada gelingt es schließlich, sie mit ihren verbliebenen zwei jüngsten Kindern zur illegalen Ausreise zu bewegen. Ihren demente Vater muss sie notgedrungen zurücklassen, er lehnt die Emigration strikt ab. Politischer Extremismus mit den toxischen Begleit-Erscheinungen einer polarisierten, sich unversöhnlich gegenüber stehenden und zunehmend gewalttätiger werdenden Gesellschaft bildet das narrative Gerüst für diese düstere, deprimierende Geschichte, die aufrüttelnd wirkt. Die Hoffnung der Protagonistin, Derartiges könne ja in einem EU-Land niemals passieren, erweist sich als trügerisch. Gerade heute wurde ja in Österreich ein politisch stramm Rechter mit der Regierungs-Bildung betraut, wer an die Geschichte des National-Sozialismus zurückdenkt, ahnt, wohin die Reise dort gehen könnte. Und wenn der vergleichbaren deutschen Partei eine Mitgliedschaft in der rechtsgerichteten Fraktions-Gemeinschaft des EU-Parlaments verwehrt wird, spricht ja auch das Bände! Die erzählerische Eskalation am Ende des Romans, als die Menschen verachtende, gefährliche Flucht aus Irland geschildert wird, beleuchtet nach all den Schrecken auf eindringliche Weise dann auch noch die Flüchtlings-Problematik, man ist dafür kaum mehr aufnahmefähig. Andererseits lässt der Autor die Entstehung seiner politischen Szenerie im Dunklen, obwohl die Historie dafür ja einige Vorlagen anbietet, auch aus «diesem unseren Lande» übrigens! Dieser Roman ist über das rein Literarische hinaus ein politischer Weckruf ohnegleichen für eine unbedarfte Wählerschaft.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wozu der Wahn, die einzig richtige Wahrheit zu besitzen, führt.

    Eilish führt mit ihem Mann Larry, einem Gewerkschafter, und ihren vier Kindern ein ganz normales Leben. Doch als sich die politische Lage verändert, ist nichts mehr wie zuvor, es gibt keine Gewissheiten und Sicherheiten mehr. Die zunehmende Hilflosigkeit und Angst, die sie angesichts dieser Rechtlosigkeit empfindet, wird immer umfassender. Die sehr bildhafte Sprache Lynchs lässt ein schnelles Drüberlesen nicht zu, vermittelt aber die zunehmend bedrohlicher werdende Lage um so eindrücklicher.
  • Zum Bewerterprofil von Sebastian Kretzschmar

    Sebastian Kretzschmar

    OSIANDER Stuttgart-Bad Cannstatt

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nie wieder ist jetzt

    Jetzt haben wir den Salat: Amerika hat sich einen Faschisten zum Präsidenten gewählt und auch in Europa driften immer mehr Länder in rechtspopulistische Gefilde ab. Auch wir sind davor nicht geschützt. Und so kommt es, dass eine düstere Vision wie "Das Lied des Propheten", auf einmal wie eine Erzählung aus unmittelbarer Zukunft anmutet. Paul Lynch warnt uns mit diesem Text eindrücklich vor einer Welt, in der Gewissheiten von heute auf morgen über Bord gehen, Menschen willkürlich verschwinden, man nicht mehr weiß, wenn man noch trauen kann. Nicht, dass es das noch nie gab, dass diese Dinge nicht schon täglich geschehen, doch nicht vor unserer eigenen Haustür, im 21. Jahrhundert. Regelrecht unter die Haut geht dieser Text und auch ich musste das Buch einige Male aus der Hand legen, so bedrückend ist die Situation der Mutter, die verzweifelt versucht, ihre Normalität aufrecht zu erhalten, während ringsherum ihre Welt in Scherben fällt (was für ein großartiges und passendes Buchcover!), wie nach und nach alles in Chaos versinkt. Ein aufrüttelndes und warnendes Buch, das uns aufzeigt, wozu es kommen kann, wenn wir nicht sehr gut aufpassen.
  • Zum Bewerterprofil von Julian Kufferath-Sieberin

    Julian Kufferath-Sieberin

    OSIANDER Tübingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meisterwerk, das lange nachhallt!

    Das Lied des Propheten ist grandios, beeindruckend und leider auch sehr bedrückend. Aber dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, absolute Pflichtlektüre! Als Leser wird man fast erschlagen von der Dichte der Erzählung und der Wucht der Sprache. Trotzdem wird hier nicht mit dem Holzhammer gearbeitet, sondern wir erleben mit, wie die Welt der Protagonistin langsam zusammenbricht, nachdem in Irland eine autoritäre Regierung die Macht ergreift. Ein Buch mit erschreckend aktueller Botschaft, welches auch in Jahrzehnten noch gelesen wird!
  • Zum Bewerterprofil von Ines Englert

    Ines Englert

    OSIANDER Heilbronn

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman ist ein Muss!

    Irland in nicht näher bestimmter Zukunft. Die rechtspopulistische Regierung beschneidet die Grundrechte ihrer Bürger, selbstverständlich nur zu deren Besten. Für die Wissenschaftlerin Eilish scheint das alles weit weg, doch als ihr Mann nach einer Demonstration der Gewerkschaft nicht nach Hause kommt, gerät auch sie in den Strudel der Ereignisse. Menschen verschwinden spurlos, Schlägerkommandos mäandern durch die Stadt, Arbeitsstellen werden aus nichtigen Gründen gekündigt, Telefone werden abgehört, die freie Presse wird verboten. Wie soll Eilish sich und ihre vier Kinder durch diese unruhige Zeit bringen? Kann sie fliehen, ohne ihren Mann und ihren dementen Vater? Ein Alptraum, der kein Ende zu nehmen scheint, beginnt. Dieser Roman könnte zu jeder Zeit und überall auf der Welt spielen. Er rüttelt auf, zeigt was schon war und was auch wieder kommen könnte. Nicht nur die Thematik hat mich mitgenommen, auch sprachlich ist dieses Buch herausragend. Für mich ein Muss!
  • Zum Bewerterprofil von Desiree Lumbreras-Roth

    Desiree Lumbreras-Roth

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmend

    Paul Lynch erzählt in seinem Roman anhand einer Familie davon, was sich alles verändert, wenn ein totalitärer Staat demokratische Strukturen zerstört, Menschenrechte massiv mißachtet und die Freiheit seiner Bürger einschränkt. Der Vater wird zu Beginn des Romans inhaftiert, danach ist die Mutter mit ihren vier Kindern auf sich allein gestellt. In einer sich fast schon überschlagenden Sprache erzählt Lynch, wie diese Frau versucht trotz aller Widrigkeiten, ihr Leben zu organisieren. Bei der Lektüre habe ich mich immer wieder gefragt, was sie noch alles ertragen muss und wann sie zusammenbricht. Mein Fazit: Unbedingt lesen!

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