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Milchmann Roman | Gewinner Man Booker Prize 2018

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,3 cm

Gewicht

649 g

Auflage

3. Druckaufl. 2020

Originaltitel

Milkman

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710001000234

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Diese Erzählung ist so dicht, dass keine Zeit für Atempausen bleibt.[...] Ein stilistisch beeindruckender, peinigend intensiv zu lesender Fluss aus Gedanken, Beobachtungen, Erinnerungen ergießt sich über das Papier.« Gunda Bartels, Tagesspiegel, 24.05.2020 ("Tagesspiegel")
»Warum die Opfer sexualisierter Gewalt manchmal darüber schweigen, weshalb Erzählen unendliche Kraft kostet und wie sich Angst und Verzweiflung in Herz und Hirn fressen wie Batteriesäure, beschreibt Burns in diesem Werk ohne Pathos und mit so einfacher Sprache, dass das Lesen schmerzt. Auszuhalten ist das bloß, weil man der Protagonistin etwas voraushat: Der Milchmann wird sterben, man erfährt es gleich auf der ersten Seite. Und die Erzählerin? Findet ihre Stimme wieder. Sie erzählt uns ja davon.« Elisa von Hof, Spiegel.de, 25.03.2020 ("SPIEGEL Online")
»Die Lage ist rabenschwarz, aber komisch ist sie eben auch, dank der Überdeutlichkeit, zu der das Absurde seine Gestalten ausbildet. Für den Leser heißt es, dass er diese Spannung zwischen Witz und Qual aushalten muss. Es ist ein Erlebnis von verblüffender Intensität.« Burkhard Müller, Die Zeit, 13.03.2020 ("Die Zeit")
»Obwohl der reale Hintergrund des Geschehens sich bald abzeichnet, gelingt es Burns, ihre Romanwelt über dem rein Faktischen in der Schwebe zu halten und grundsätzlich das Wahnhafte, Groteske, die Seelen durch und durch Vergiftende eines solchen Kriegszustands fassbar zu machen. [...] Schwere Kost, möchte man denken; aber die Schriftstellerin legt ihre Geschichte einer hinreissenden Erzählerin in den Mund. [...] Die so geschaffene Möglichkeit, eine jugendliche Stimme mit vertiefter Reflexion zu unterlegen, setzt Burns in einen zugleich lässigen und präzisen, mit schwarzem Humor gesäumten Sprachduktus um, den Anna-Nina Kroll gewandt ins Deutsche gebracht hat.« Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2020 ("Neue Zürcher Zeitung")
»[Burns] tut dies mit heilsamen Humor und einer wunderbar eigenwilligen Sprache« Simone von Büren, NZZ am Sonntag, 23.02.2020 ("NZZ am Sonntag")
»Dieses ungewöhnliche, eindringliche und großartig übersetzte Buch mit all den ausufernden, dramatischen, aber auch komischen Exkursen, ähnlich einem großen inneren Monolog, überzeugt mit kraftvoller Sprache und ist keine ganz leichte, aber eine überaus lohnende und über weite Strecken sehr unterhaltsame Lektüre.« Christine Schwalbe, Neue-Buchtipps.de, 13.07.2020 ("Neue-Buchtipps.de")
»Der Roman ist groß. (…)Möglicherweise hat Anna Burns sogar die einzig angemessene Art gefunden, sich einem Konflikt dieses Ausmaßes schreibend zu nähern. Es lohnt, sich darauf einzulassen.« Elisabeth Mayer, Bücher-Magazin, Juli/Juli 2020 ("Buch Magazin")
»Milchmann ist ein besonderer Roman, sowohl stilistisch als auch in seiner Verbindung von absurdem Humor, tragischer Groteske, surrealer Grundzeichnung und doch eben auch eines Hyperrealismus, der in jeder Zeile mitschwingt.« Guy Helminger, Luxemburger Tagblatt, 08.05.2020 ("Luxemburger Tageblatt")
»Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt Anna Burns eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. Es ist ein außergewöhnlicher Roman.« Karsten Herrmann, Literaturkritik.de, 05.2020 ("Literaturkritik.de")
»Lesens- und liebenswert« Marion Hinz, kultur-port.de, 28.04.2020 ("kultur-port.de")

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Sehr gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.02.2020

Verlag

Tropen

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,3 cm

Gewicht

649 g

Auflage

3. Druckaufl. 2020

Originaltitel

Milkman

Übersetzt von

Anna-Nina Kroll

Sprache

Deutsch

EAN

2710001000234

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Ein großes Chapeau nach Irland.. die Gänsehaut schwindet nicht.

literarisches.seemannsgarn aus Rostock am 12.10.2022

Bewertungsnummer: 1804208

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich hatte das Glück, dass mein Partner dieses Buch für mich entdeckt hat, ich wäre da wahrscheinlich nie drauf gekommen! Dazu sei gesagt, ich liebe Bücher die einen ganz besonderen und eigenen Stil haben und habe mich umso mehr über dieses Goldstück gefreut. Das Cover: Ein wunderschöner rosa-golden verlaufender Sonnenuntergang ( oder -aufgang ;) ), gleicht sich wunderbar an die Geschichte, die erzählt wird. Der Stil: Über den könnte ich stundenlang schreiben. Es sei aber gesagt, dass der Stil in den Burns die Geschichte schreibt, nicht für jede/r Mann/Frau geeignet ist. Denn, die Charaktere haben keine Namen, nur Bezeichnung die ihrer "Funktion" entsprechen. Vielleicht zur Anonymisierung oder, weil derlei Vorkommnisse in der Zeit sooft geschehen sind und auf viele Familien/Gemeinden gepasst haben. Des Weiteren, sind die Kapitel sehr lang geschrieben, auf über 400 Seiten nur 7 Kapitel, verlangt schon seine Aufmerksamkeit. Ich selbst bin eher ein Freund von kürzeren Kapiteln, für die Gedankenpausen oder damit gewisse Ereignisse besser voneinander getrennt sind. Dies schmälert aber nicht meine positive Meinung zu dem Buch. Lediglich ein kleiner Kritikpunkt. Inhalt: Zu dem möchte ich fast gar nicht allzu viele Worte verlieren. Im Grunde, geht es um eine 18-Jährige die in verschiedener Form Sexualisierung und Übergriffe vor allem vom Schwager 1 und den Milchmann erfährt. Der Milchmann steht hier groß im Mittelpunkt. Ich habe es sehr genossen wie sich gegen Macht ausübende Männer gekämpft hat und für sich einsteht. Den Rest... lest selbst. Es lohnt sich. Ich konnte mich sehr mit der Ich-Erzählerin Identifizieren und fühlte mich von Anfang an mitgenommen. Es ist keine leichte Kost, man sollte sich schon Zeit für dieses Buch nehmen und sich drauf einlassen. Mich hatten zuerst die ganzen negativen Kommentare irritiert, aber es lohnt sich, unvoreingenommen das Buch zu lesen und sich lenken zu lassen. Zusätzlicher Pluspunkt, das Buch bedient sich historischer Aspekte aus Irland ;) Und um die sarkastische Bemerkung einer/s Buchhändler/in zu revidieren, schreibe ich nun von ganzem Herzen: "Herzlichen Glückwunsch zum The Man Booker Prize, Mrs. Burns!"

Ein großes Chapeau nach Irland.. die Gänsehaut schwindet nicht.

literarisches.seemannsgarn aus Rostock am 12.10.2022
Bewertungsnummer: 1804208
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich hatte das Glück, dass mein Partner dieses Buch für mich entdeckt hat, ich wäre da wahrscheinlich nie drauf gekommen! Dazu sei gesagt, ich liebe Bücher die einen ganz besonderen und eigenen Stil haben und habe mich umso mehr über dieses Goldstück gefreut. Das Cover: Ein wunderschöner rosa-golden verlaufender Sonnenuntergang ( oder -aufgang ;) ), gleicht sich wunderbar an die Geschichte, die erzählt wird. Der Stil: Über den könnte ich stundenlang schreiben. Es sei aber gesagt, dass der Stil in den Burns die Geschichte schreibt, nicht für jede/r Mann/Frau geeignet ist. Denn, die Charaktere haben keine Namen, nur Bezeichnung die ihrer "Funktion" entsprechen. Vielleicht zur Anonymisierung oder, weil derlei Vorkommnisse in der Zeit sooft geschehen sind und auf viele Familien/Gemeinden gepasst haben. Des Weiteren, sind die Kapitel sehr lang geschrieben, auf über 400 Seiten nur 7 Kapitel, verlangt schon seine Aufmerksamkeit. Ich selbst bin eher ein Freund von kürzeren Kapiteln, für die Gedankenpausen oder damit gewisse Ereignisse besser voneinander getrennt sind. Dies schmälert aber nicht meine positive Meinung zu dem Buch. Lediglich ein kleiner Kritikpunkt. Inhalt: Zu dem möchte ich fast gar nicht allzu viele Worte verlieren. Im Grunde, geht es um eine 18-Jährige die in verschiedener Form Sexualisierung und Übergriffe vor allem vom Schwager 1 und den Milchmann erfährt. Der Milchmann steht hier groß im Mittelpunkt. Ich habe es sehr genossen wie sich gegen Macht ausübende Männer gekämpft hat und für sich einsteht. Den Rest... lest selbst. Es lohnt sich. Ich konnte mich sehr mit der Ich-Erzählerin Identifizieren und fühlte mich von Anfang an mitgenommen. Es ist keine leichte Kost, man sollte sich schon Zeit für dieses Buch nehmen und sich drauf einlassen. Mich hatten zuerst die ganzen negativen Kommentare irritiert, aber es lohnt sich, unvoreingenommen das Buch zu lesen und sich lenken zu lassen. Zusätzlicher Pluspunkt, das Buch bedient sich historischer Aspekte aus Irland ;) Und um die sarkastische Bemerkung einer/s Buchhändler/in zu revidieren, schreibe ich nun von ganzem Herzen: "Herzlichen Glückwunsch zum The Man Booker Prize, Mrs. Burns!"

Erinnerungen werden wach...

Bewertung aus Borgentreich am 05.07.2022

Bewertungsnummer: 1742073

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich war vor vielen Jahren mal auf einem Festival. Da traf ich einen Mann der sagte: "Namen sind scheiß Schall und Rauch! Der wollte mir nämlich seinen Namen nicht verraten. Aber diesen Satz habe ich nie vergessen. Und genauso geht es mir mit diesem Buch. Am Anfang ist es vielleicht etwas irritierend, das so gar keine Namen auftauchen. Außer der Milchman, der zählt ja irgendwie. doch dann passt es. Das Buch ist definitiv eine spannende Geschichte, die sich Stück für Stück aufbaut. Männer die Ihre Macht ausleben wollen und eine Frau, die dagegen ankämpft. Passend zum Weltfrauentag ausgelesen, hat echt Spaß gemacht. (schon etwas her ;-)) und das Sahnetüpfelchen ist natürlich das wunderschöne Cover, superschönes Pink und Fabverlauf! Immer wieder gerne

Erinnerungen werden wach...

Bewertung aus Borgentreich am 05.07.2022
Bewertungsnummer: 1742073
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich war vor vielen Jahren mal auf einem Festival. Da traf ich einen Mann der sagte: "Namen sind scheiß Schall und Rauch! Der wollte mir nämlich seinen Namen nicht verraten. Aber diesen Satz habe ich nie vergessen. Und genauso geht es mir mit diesem Buch. Am Anfang ist es vielleicht etwas irritierend, das so gar keine Namen auftauchen. Außer der Milchman, der zählt ja irgendwie. doch dann passt es. Das Buch ist definitiv eine spannende Geschichte, die sich Stück für Stück aufbaut. Männer die Ihre Macht ausleben wollen und eine Frau, die dagegen ankämpft. Passend zum Weltfrauentag ausgelesen, hat echt Spaß gemacht. (schon etwas her ;-)) und das Sahnetüpfelchen ist natürlich das wunderschöne Cover, superschönes Pink und Fabverlauf! Immer wieder gerne

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Milchmann

von Anna Burns

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Clarissa Laicher

RavensBuch Osiander Ravensburg

Zum Portrait

5/5

Kluger, skurriler und politisch aufschlussreicher Man Booker Prize Gewinner

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit der 18 jährigen namenlosen Protagonistin von „Milchmann“ tauchen wir ein in das bürgerkriegsähnliche Szenario des Belfast der siebziger Jahre und erfahren, wie eine Gesellschaft unter der dauerhaft vorherrschenden Gewalt erstarrt. Dargestellt durch packende und plastische Bilder wird man Zeuge, wie die Ich-Erzählerin Opfer äußerst subtilem und perfidem Psychoterror durch den "Milchmann" wird. Umgehauen hat mich der einzigartige Stil der Erzählung, der an eine Parabel erinnert und mit einer großen sprachlichen Kraft eine Atmosphäre der Beklemmung erschafft. Ein literarisches Meisterwerk.
  • Clarissa Laicher
  • Buchhändler/-in

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5/5

Kluger, skurriler und politisch aufschlussreicher Man Booker Prize Gewinner

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit der 18 jährigen namenlosen Protagonistin von „Milchmann“ tauchen wir ein in das bürgerkriegsähnliche Szenario des Belfast der siebziger Jahre und erfahren, wie eine Gesellschaft unter der dauerhaft vorherrschenden Gewalt erstarrt. Dargestellt durch packende und plastische Bilder wird man Zeuge, wie die Ich-Erzählerin Opfer äußerst subtilem und perfidem Psychoterror durch den "Milchmann" wird. Umgehauen hat mich der einzigartige Stil der Erzählung, der an eine Parabel erinnert und mit einer großen sprachlichen Kraft eine Atmosphäre der Beklemmung erschafft. Ein literarisches Meisterwerk.

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Theresa Raupp

OSIANDER Schwäbisch Hall

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5/5

Kafkaeske Geschichte zum Nachdenken

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer "den Kafka" gerne in der Schule gelesen hat, der mach auch den "Milchmann". Voller verwinkelter Ideen und Ereignissen ungewissen ausgangs, erzählt Anna Burns die Geschichte der namenlosen Hauptperson, die doch nichts weiter tun möchte, als beim Gehen zu lesen. Und die damit die Aufmerksamkeit des Milchmannes auf sich zieht, der währen des Hauptteiles der Geschichte eine Große Unbekannte bleibt - auch wenn man relativ schnell zu wissen glaubt, was es eigentlich mit ihm auf sich hat. Und dann fühlt man sich schnell daran erinnert, dass auch "Josef K. eines Morgens verhaftet" wurde und man auch hier während es Lesens immer dachte, jetzt hat man es kapert. Und dann doch wieder jemand um die Ecke kam, der alles veränderte. Wer gerne mal "Was anderes" lesen möchte ist hier genau richtig.
  • Theresa Raupp
  • Buchhändler/-in

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Kafkaeske Geschichte zum Nachdenken

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer "den Kafka" gerne in der Schule gelesen hat, der mach auch den "Milchmann". Voller verwinkelter Ideen und Ereignissen ungewissen ausgangs, erzählt Anna Burns die Geschichte der namenlosen Hauptperson, die doch nichts weiter tun möchte, als beim Gehen zu lesen. Und die damit die Aufmerksamkeit des Milchmannes auf sich zieht, der währen des Hauptteiles der Geschichte eine Große Unbekannte bleibt - auch wenn man relativ schnell zu wissen glaubt, was es eigentlich mit ihm auf sich hat. Und dann fühlt man sich schnell daran erinnert, dass auch "Josef K. eines Morgens verhaftet" wurde und man auch hier während es Lesens immer dachte, jetzt hat man es kapert. Und dann doch wieder jemand um die Ecke kam, der alles veränderte. Wer gerne mal "Was anderes" lesen möchte ist hier genau richtig.

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