In Verona heißt es: Entweder liebt man, oder man stirbt. Die verfeindeten Familien Montague und Capulet liefern sich eine Blutfehde, die ganz Verona ins Chaos zu stürzen droht. Als der Fürst der Stadt den Familien mit dem Tode droht, wollen diese den brüchigen Frieden halten. Was sie nicht wissen ist, dass ihre Kinder, Romeo und Julia, sich ineinander verliebt haben und ein gemeinsames Leben anstreben. Hält Verona diese Spannung aus? Oder geht alles im Chaos unter?
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Bewertung
Book Circle Community
5/5
09.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwei verfeindete Familien - eine unmögliche Liebe
Die Tragische Liebesgeschichte, die Generationen geprägt hat. Die Struktur finde ich spannend. Die beiden ersten Akte lesen sich wie eine Komödie und dann eskaliert es im dritten Akt und wird zur Tragödie.
Um Romeo und Julia geht es nur am Rande. Die Story handelt von zwei rivalisierenden Familien, die schon so lange Feinde sind, dass sie gar nicht mehr wissen, wie die Fehde entstanden ist. Der Schaden für alle ist immens denn die beiden Familien verlieren darüber nicht nur ihre jüngsten Sprosse.
Unbedingt lesen. Es gibt so viele gute Zitate in diesem Stück, dass sich die Lektüre allemal lohnt.
MaWiOr
aus Halle
5/5
01.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Jemand musste Josef K.…
„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Ausgerechnet an seinem 30. Geburtstag. Mit dieser Ausgangssituation beginnt Franz Kafkas berühmter Roman „Der Prozess“. Josef K. arbeitet als angesehener Prokurist einer Bank. Die Stellung. Durch sein äußerst zurückgezogenes Privatleben sind seine menschlichen Kontakte stark reduziert. Die Umstände seiner Verhaftung sind grotesk, niemand kennt das Gesetz, und das mysteriöse Gericht bleibt stets anonym. Josef K. erfährt nicht, worin die Anklage besteht und welche Schuld ihm vorgeworfen wird. Je mehr er seine Unschuld beweisen will, umso tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. und mit ihm die Leser*innen werden immer tiefer in ein rätselhaftes Geschehen hineingezogen. Da er mit seinem Verteidiger unzufrieden ist, übernimmt er schließlich seine Verteidigung selbst. Im letzten Kapitel des Romans wird Josef K. abends um neun Uhr von zwei Männern zu einem alten Steinbruch abgeführt und hingerichtet. Seine letzten Worte sind: „Wie ein Hund!“. Der Roman, der 1914/15 entstand, blieb jedoch ein Fragment und wurde 1925 posthum veröffentlicht. Er ist eine Kritik an einer verselbstständigten und unmenschlichen Bürokratie und am Fehlen bürgerlicher Freiheitsrechte. Bis heute wandeln sich immer wieder die Deutungen des Romans, der im Fischer Verlag in einer Edition mit den sieben wichtigsten Werken des Jahrhundertschriftstellers erschienen ist – anlässlich des 100. Todestages von Franz Kafka im nächsten Jahr (3. Juni 2024). Fazit: Die Neuerscheinung ist eine willkommene Gelegenheit, ein rätselhaftes Werk der Weltliteratur kennenzulernen.
Bewertung
aus Bremen
5/5
25.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach ein Klassiker
Es hat mich persönlich viel zum nachdenken angeregt. Das Buch ist ganz gut geschrieben, nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert. Einfach ein Klassiker, den man in seiner Freizeit lesen kann :)
Bewertung
5/5
04.11.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Licht und Dunkel im Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts
Überraschend lichtvoll präsentiert sich die Sprache in Theodor Fontanes berühmten Gesellschaftsroman "Effi Briest".
Überraschend deshalb, da hier die Geschichte einer gescheiterten Ehe der jungen Hauptprotagonistin und die dramatischen Folgen des Ehebruchs in der damaligen Zeit beschrieben werden.
Lichtvoll strahlt Fontanes Werk besonders durch den Wechsel von situativen, bildhaften Beschreibungen und den lebhaften Figurendialogen.
Fontane beherrscht den Wechsel der Perspektiven und wahrt doch auch ironische Distanz des Erzählers, der die Fäden des Romans in den Händen behält.
Ein Vergleich zu Flauberts "Madame Bovary" liegt nahe, ähneln sich doch Motive und Handlungsverläufe. Doch anders als Flaubert ist Fontane kein kalter, analytischer Sprachchirurg. Effi birgt nicht die abgründigen Emotionen einer Emma Bovary in ihrer Seele.
Ein Blick in diesen Roman lohnt sich auch für heutige Leser*innen, da die Themen des Träumens von einer romantischen, leidenschaftlichen Liebe und des Ausbrechens aus gesellschaftlichen, einengenden Konventionen heute noch aktuell sind.
Gerade die Erzählungen vom Schuldigwerden und vom Scheitern innerhalb der gesellschaftlichen Norm machen Romane wie diese auch für heutige Leser*innen interessant.
Bories vom Berg
aus München
5/5
17.05.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jahrhundertwerk Aus dem…
Jahrhundertwerk Aus dem «nächtlichen Gekritzel» von Franz Kafka sind drei unvollendete Romane hervorgegangen, einer davon ist «Der Prozess». Anfang 1915 hatte er notiert «Ich kann nicht mehr weiter schreiben» und die Arbeit resigniert abgebrochen. Nach dem frühen Tod des Autors hat der von ihm eingesetzte Nachlaßverwalter, sein Freund Max Brod, 1925 das unvollendete Manuskript posthum veröffentlicht, gegen Kafkas ausdrücklichen Willen. Mit diesem Vertrauensbruch hat er der Literatur jedoch einen nicht hoch genug einzuschätzenden Dienst erwiesen. Im Nachwort zur Erstausgabe hatte Brod angemerkt, dem publizierten Roman fehle nichts Wesentliches. Das inzwischen längst kanonische Werk erlangte im deutschen Sprachraum aber erst in den fünfziger Jahren seine bis heute andauernde Bedeutung, sein Autor gehört zu den weltweit meistgelesenen Schriftstellern in deutscher Sprache. «Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet». Bereits im ersten Satz dieses Romans ist vieles von dem enthalten, was seine bedrückende Thematik ausmacht. Der Prokurist einer Bank erhält am Morgen seines dreißigsten Geburtstags Besuch zweiter Männer, die ihm erklären, dass er verhaftet sei. Er sieht sich plötzlich in den Fängen einer ominösen Gerichtsbarkeit, die nur in einer Schattenwelt zu existieren scheint, kann aber weiter seiner Arbeit nachgehen. Während der gesamten Prozessdauer, und damit während des gesamten Romans, erfährt Josef K. nicht, wessen er beschuldigt wird. In einem surrealen Szenarium wird er dann sonntags ohne Zeitangabe telefonisch zu einer ersten Untersuchung geladen, die im Dachboden einer schäbigen Mietskaserne stattfindet. Nach einem unergiebigen Palaver verlässt er mit der unbestimmten Ladung zu einer weiteren Untersuchung diese skurrile Sitzung. Mit allen Mitteln versucht er nun, mehr über das rätselhafte Gericht zu erfahren. Als sein Onkel von dem Verfahren erfährt, bringt er ihn zu einem Advokaten, der in seiner Angelegenheit tätig werden soll. Dessen Hausmädchen macht ihm eindeutige Avancen und bietet sich ihm zudem als Informantin an. Von einem anderen Klienten mit langjähriger Erfahrung bekommt er wichtige Hinweise, ein «Gerichtsmaler» will ihm ebenfalls zur Seite stehen mit seinen Kenntnissen der Gerichts-Interna, und die Frau eines Gerichtsdieners schließlich ist ihm ebenfalls gewogen und will helfen. Trotz aller Bemühungen aber gelingt es ihm nicht, irgendeinen Zugang zu diesem äußerst merkwürdigen Gericht zu finden oder auch nur einen Hinweis über den Stand seines Verfahrens zu erhalten. Zuletzt stellt sich ihm ein Geistlicher im Dom als Gefängniskaplan vor, der von seinem Prozess weiß und ihn über seine hoffnungslose Situation mit Hilfe einer Parabel aufzuklären versucht. In der kann Josef K. allerdings keine Parallelen zu seinem Fall erkennen. Die verstörende Problematik des Romans lässt vielerlei Deutungen zu, Kafkas absurde Geschichte beschäftigte diverse Interpreten, die sich intensiv damit auseinandersetzten und verschiedenste Erklärungsmuster zu erkennen glaubten. Besonders einleuchtend als Intention ist die harsche Kritik an einer unmenschlichen, die Freiheitsrechte missachtenden Bürokratie. Leitmotivisch wird dementsprechend in diesem Roman das Bett verwendet als Rückzugsort vieler der Figuren, aber auch Türen spielen als behütende Barriere häufig eine wichtige Rolle. Kafkas absurde Geschichte wird in nüchterner Sprache aus der Perspektive des Protagonisten in der dritten Person erzählt. Diese durchgängige Sachlichkeit gibt dem absurden Geschehen einen täuschend realen Anstrich, dem Leser wird somit das Mysteriöse, Unerklärliche als Tatsache suggeriert. Eine derart rätselhaft bedrohliche Thematik wird heute allgemein als kafkaesk bezeichnet, ihr Schöpfer hat somit literarisch eine nach ihm benannte, eigene Form geschaffen. Für Fachleute zählt er unangefochten zu den Jahrhundert-Schriftstellern, sein Werk dürfte die Zeiten überdauern
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5/5
06.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jemand musste Josef K. verleumdet haben...
... der Satzanfang, der mich durch meine Kursstufe und mein Abitur begleitet hatte. Franz Kafkas "Der Proceß" war eine der wenigen Schullektüren, die ich ganz gelesen habe. Und ich war wohl eine der Wenigen, die sie auch noch gut fanden. Aber Kafkas Bildsprache, die sich nicht nur in seinen Romanen, sondern auch in senen kurzen Parabeln widerfindet, hatte mich immer in ihren Bann gezogen.
Umso besser, dass nachfolgende Leser jetzt in den Genuss schöner Ausgaben kommen können - und sich nicht mit den Hamburger Leseheften bequemen müssen. "Der Proceß" ist nicht das einzige Werk Kafkas, das jetzt neu im Fischerverlag schön gebunden erschienen ist. Als Geschenk oder zum Sich-Selbst-Schenken geeignet.
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